Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Mobile E-Mail: Wie man dem Trend zu Responsive Layouts gerecht wird

06.06.2013 Immer mehr Nutzer rufen ihre E-Mails per Smartphone oder Tablet ab. Ersten Prognosen zufolge haben mobile Endgeräte bei der EMail-Nutzung bereits Ende 2012 Web-Mail und Desktop überholt - ein Fakt, dem sich auch die Marketer, die auf den EMail-Kanal setzen, stellen müssen. Denn Nutzer, die sich unterwegs über zerschossene oder umständlich gestaltete Newsletter ärgern, gehen schnell ganz als Abonnent verloren. Abhilfe versprechen Responsive EMail-Layouts auf Template-Basis. Doch damit ist es in Zukunft nicht getan.

 (Bild: Phil Campbell)
Bild: Phil Campbell
 (Bild: Phil Campbell)
Bild: Phil Campbell

HANDLUNGSRELEVANZ

 
Operativ
Strategisch
Visionär
Technik
Medien
Wirtschaft
 
heute
morgen
übermorgen
Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
Der Anteil derjenigen, die über mobile Endgeräte online gehen, ist im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozentpunkte auf 40 Prozent gestiegen, so die aktuelle Studie Internetnutzung der Initiative D21. Eine aktuelle Studie des EMail-Softwareanbieters Return Path    zeigt, dass inzwischen 37 Prozent der EMail-Öffnungsraten via Mobilgerät stattfinden. Damit überholt die mobile Öffnungsrate die der stationären Rechner um glatte sieben Prozent. Insgesamt stiegen die Raten über mobile Endgeräte seit 2010 um 300 Prozent.

 (Bild: Return Path)
Bild: Return Path

Den größten Anteil am mobilen Zugriff auf E-Mails verbuchen die Branchen Einzelhandel (40 Prozent), Konsumgüter (40 Prozent) und Immobilien (38 Prozent). Die Ergebnisse der Studie deuten zudem auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Inhalt der E-Mail und dem Anteil der mobilen EMail-Öffnungen hin. So war festzustellen, dass ein signifikanter Anteil Banking-bezogener E-Mails (60 Prozent) nach wie vor auf dem Desktop geöffnet wird, wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen.

Wie Marketer jetzt handeln müssen


"E-Marketer, die auf Basis ihrer eigenen Abonnentendaten entscheiden, ihre EMail-Kommunikation für die von ihren Subscribern bevorzugten mobilen Endgeräte zu optimieren, können jetzt punkten. EMail-Intelligence-Analysen sind in der Lage, Marketing-Verantwortlichen aufzuzeigen, wann und wo sie Ressourcen in eine mobile Marketingstrategie investieren sollten, um ihr Budget optimal einzusetzen", kommentiert Matt Blumberg , CEO von Return Path, die Ergebnisse. "E-Marketer, die sich nur auf die Öffnungsraten stützen um den Kampagnenerfolg zu evaluieren und moderne Kennzahlen außen vor lassen, müssen in Zukunft auf deutliche Umsatzeinbußen gefasst sein."
E-Marketer müssen sich heute zwingend mit diesem Thema auseinandersetzen, da E-Mail einen fast doppelt so hohen Beitrag zum Umsatz leistet wie Search-Marketing und den ROI aus Social Media sogar um das Siebenfache übersteigt (Monetate, 2012). Da aber nach wie vor der Großteil der Online-Einkäufe von einem Desktop-Computer aus getätigt wird, ist folglich die Optimierung für beide Plattformen unerlässlich.

Smartphones und Tablets haben das Informationsverhalten der Nutzer verändert. Kunden und Interessenten erwarten heute an jedem Ort passgenaue Informationen und Angebote. Zugleich ist eine benutzerfreundliche und mediengerechte Darstellung von E-Mails auf mobilen Endgeräten unerlässlich. Was bedeutet das für den Marketer? Wie kann er auf dieses Nutzerverhalten eingehen?

Designing for Touch


Bei der mobilen Gestaltung müssen die Touch-Navigation, kleinere Bildschirme sowie technische Besonderheiten berücksichtigt werden. Deshalb sind Lösungen gefragt, die E-Mails auf Smartphones, Tablets und Desktop-Geräten dynamisch darstellen. Der Königsweg besteht wohl darin, die unterschiedlichen Ansichten einer E-Mail für die verschiedenen Endgeräte auf Template-Basis zu optimieren. Die EMail-Layouts werden hierbei für die unterschiedlichen Bildschirmauflösungen und Display-Größen variabel definiert. Zentrale Gestaltungselemente wie Bilder oder Call-to-Buttons können so automatisiert verschoben und optimiert platziert werden.

Technische Voraussetzungen


Responsive EMail-Layouts basieren auf so genannten CSS3 Media Queries  . Diese ermöglichen es, mobile Endgeräte und die maßgeblichen Geräteeigenschaften gezielt anzusprechen und dabei die speziellen Eigenschaften und Fähigkeiten des Endgeräts abzufragen. Auf diese Weise lassen sich die technischen Parameter ermitteln, die bei der mobilen EMail-Nutzung - und damit auch für das E-Mail-Marketing - eine Rolle spielen: Wie groß ist das Display des Geräts? Wie hoch ist seine Pixeldichte?

So kann festgelegt werden, wie mobile EMail-Layouts dargestellt werden, wenn der anzeigende Bildschirm innerhalb einer bestimmten Pixel-Bandbreite liegt. Die verschiedenen Design-Elemente erhalten für jede Auflösung z. B. einen optimalen Prozentanteil am Layout zugewiesen. Anstatt vieler unterschiedlicher Code-Varianten existiert nur noch eine einzige, deren visuelle Darstellung sich ganz von selbst dem Endgerät des Nutzers anpasst.

Sieben Tipps für Responsive Layouts


Nachfolgend sieben Tipps für mobile EMail-Layouts:

  1. Aufmerksamkeit erzeugen
    Auf den Betreff kommt es an, denn er ist die Schlüsselinformation, die am einfachsten Neugierde wecken und Interesse erzeugen kann. E-Mails mit einem kurzen und prägnanten Betreff öffnen Abonnenten deutlich häufiger - das ist bei Smartphones und Tablets nicht anders als bei PCs und Notebooks. Lange Betreffzeilen, bei denen Schlüsselwörter zu weit nach hinten rutschen, sollten nach Möglichkeit vermieden werden, da diese auf Smartphones unter Umständen nicht angezeigt werden. Für den Mobil-Kanal sollten spezielle Snippet-Texte verwendet werden. Diese werden auf Smartphones wie dem iPhone unterhalb des Betreffs angezeigt und sind deshalb eine gute Ergänzung zur klassischen Betreffzeile.

  2. Für Touch-Navigation optimieren
    Touchscreen-optimierte Klick-Elemente sorgen für eine hohe Response. Im Mobil-Kanal empfehlen sich z. B. flexible Schrift- und Bildgrößen sowie einfach klickbare Call-to-Action-Buttons. Bilder, Grafiken und Buttons sollten klein, aber trotzdem klar erkennbar designt werden. Links sollten in einem ausreichenden Abstand voneinander platziert werden, damit der Daumen auf dem Touchscreen problemlos navigieren kann. Als Faustregel gilt, dass der Daumen eines erwachsenen Nutzers ca. 40 x 40 Pixel benötigt. Zudem sollte horizontales Scrollen nach links und rechts vermieden werden. Besonders anwenderfreundlich sind einspaltige Layouts, bei denen die Inhalte übereinander gestapelt werden.

  3. Aufs Wesentliche konzentrieren
    Das Credo des mobilen EMail-Marketings lautet: Weniger ist mehr. Und diese Philosophie deckt sich mit den Erwartungen der meisten Nutzer - dem Wunsch nach einfacher und intuitiver Bedienung. Der Einsatz von Design und Inhalten sollte sich deshalb im mobilen Kanal auf das Wesentliche beschränken. Text und Grafik sorgen im Body-Text für die nötige Aufmerksamkeit. Auf keinen Fall die Landingpage hinter einem Newsletter-Link vergessen. Sie muss ebenfalls für die mobile Nutzung ausgelegt werden. Denn nur dann kann sie für die gewünschte Conversion sorgen.


  4. Above-the-fold-Bereich beachten
    Auf mobilen Geräten ist das Scrollen deutlich mühsamer als auf dem Desktop. Umso wichtiger ist der Kopfbereich einer E-Mail. "Above the fold" bezeichnet den Einstiegsbereich einer E-Mail, der unmittelbar sichtbar ist, ohne dass der Nutzer nach unten navigieren muss. Für Smartphones & Co. gilt ganz besonders: Die wichtigsten Botschaften sollten gleich zu Beginn platziert werden, weil sich die Aufmerksamkeit der Nutzer auf den oberen Bereich konzentriert. Dies empfiehlt sich vor allem für wichtige Layout-Elemente wie Call-to-Action-Buttons. Solche Buttons sollten eine eindeutige Handlungsaufforderung beinhalten und zum "Durchklicken" animieren.

  5. Einspaltige Layouts
    Am besten fahren die Marketer mit einspaltigen Smartphone-Layouts. Die Umsetzung ist unkompliziert und die Darstellung mit den verschiedenen EMail-Diensten ist meist unproblematisch. Bei mehrspaltigen Layouts ist dagegen Vorsicht geboten und ist mit Testaufwand verbunden. Outlook.com unterstützt CSS-Floating sowie Margins nicht mehr. So ist es also nicht möglich, ein zweispaltiges Layout mit Media Queries zu einem einspaltigen Layout umzuformatieren. Zweispaltige Tabellen lassen sich auch nicht umbrechen.

  6. Alt-Attribute nutzen
    Auf Apple-Geräten werden Bilder automatisch geladen und dargestellt. Ansonsten kann der Marketer dagegen nie ganz sicher sein, ob Bilder in der mobilen Inbox auch gleich dargestellt werden. Deshalb sollten Bilder, Grafiken und Buttons mit einem beschreibenden und aktivierenden Alternativ-Text versehen werden. Diese Information wird in der Regel auch bei nicht geladenen Bildern angezeigt. Hierfür empfehlen sich die aus dem "stationären" Bereich bekannten sogenannten Alt-Attribute.

  7. Regelmäßig testen
    EMail-Layouts sollten auf den gängigen Endgeräten getestet werden. Vor allem zu Beginn, also bei der Template-Entwicklung. Aber auch später während der Regelkommunikation. Denn mit aktualisierten Postfach-Versionen und neuen Geräten ändert sich häufig auch die Darstellung des bestehenden EMail-HMTL-Codes. Um Darstellungsfehlern vorzubeugen sind Checks also unerlässlich. Darstellungstests sind in professionellen Versandlösungen meist bereits integriert. Für besonders detaillierte Tests stehen dem Marketer auch die US-Spezialisten Litmus und Return Path zur Verfügung.

Was ist CSS?

CSS (Cascading Style Sheets) ermöglicht die Trennung von Inhalt und Layout. Dadurch können EMail-Layouts dynamisch optimiert werden, ohne dass Änderungen im Template erforderlich sind. Bilder und Typografie skalieren entsprechend der Breite und Höhe der jeweiligen Endgeräte. Zugleich lassen sich unterschiedlich priorisierte Elemente auf mobilen und Desktop-Geräten automatisiert anzeigen bzw. nicht anzeigen. So können genau jene Bereiche der mobilen E-Mail definiert werden, die auf kleineren Bildschirmen ausblendbar sind oder weiter nach unten rutschen können. Ein weiterer Grund, der dafür spricht, die Reduzierung bzw. Priorisierung der Inhalte bereits bei der Konzeption für die verschiedenen Endgeräte zu berücksichtigen.



Rene Kulka (Bild: Optivo)
Bild: Optivo
Rene Kulka

iBusiness-Autor Rene Kulka ist als EMail-Marketingevangelist beim Dienstleister Optivo tätig. Neben Beratungsprojekten betreut er federführend das Wissensportal Optivo Campfire   .

Thema: Mobile E-Mail: Wie man dem Trend zu Responsive Layouts gerecht wird

Kommentar von Joachim Graf

Responsive Design ist kein Feature, sondern eine Selbstverständlichkeit

Ich kann es nicht mehr hören: "Mobilnutzung". "Desktop-Nutzung". "Tablet-Commerce".

Weiterlesen
Joachim Graf (Michael Poganiatz)
Bild: Michael Poganiatz
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Verwandte Beiträge zu dieser Analyse
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: