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Welche Marketinginstrumente Onlinehändler benutzen
21.10.2009 Blogs, Performance- und Affiliate-Marketing gehören mittlerweile standardmäßig zum Marketing von Onlinehändlern. Skeptischer sind die Shopbetreiber dagegen gegenüber Social Marketing, hat eine aktuelle Umfrage ermittelt, die iBusiness vorab exklusiv vorliegt.
Einigen moderneren Ideen aus dem Social Marketing wie Club- und preisdynamisches Shopping oder auch dem Twittern steht die Branche allerdings eher ablehnend gegenüber. Über den eigenen Onlineshop hinaus sind für 64 Prozent der Versandhändler Preisvergleichsplattformen wichtig, um potenzielle Käufer auf die eigene Website zu führen. Ganz besonders attraktiv sind aber Affiliate-Systeme: Auf diese Partnerprogramme setzen bereits 58 Prozent der Befragten, für weitere 23 Prozent ist diese Vertriebslösung fest eingeplant. Ebenso sind mehr als zwei Drittel bereits oder in Kürze (gesamt 78 Prozent) auf virtuellen Marktplätzen zu finden. Dagegen kommt das Anbieten von Widgets und Gadgets - also interaktiven Kleinstanwendungen, die wie Banner auf Drittseiten platziert werden - für 56 Prozent der Befragten nicht in Frage.
Bei der dynamischen Präsentation der eigenen Produktwelten sind Zoom-Bilder besonders beliebt (71 Prozent). Genauso sind auch interaktive Kataloge inzwischen fester Bestandteil der Produktdarstellung im Web: Fast die Hälfte der Branche (49 Prozent) bietet ihren Kunden bereits diesen Katalog-Service, mit dem Produkte multimedial und emotional dargestellt werden können. Ein weiteres Viertel (24 Prozent) setzt in Zukunft auf dieses Angebot, um die eigenen ECommerce-Aktivitäten attraktiver zu machen. Darüber hinaus stehen bei 60 Prozent der Befragten 3D-Abbildungen hoch im Kurs.
Der Trend zur Individualisierung ist längst im Tagesgeschäft der Versandhandelsbranche angekommen: Das größte Potenzial steckt hier in der After Search Navigation: Die Hälfte der Befragten will seinen Kunden die Option bieten, ihre Suchtreffer über dynamische Filterfunktionen weiter einzugrenzen. 19 Prozent der Befragten bieten diese individuelle Suchoptimierung bereits an. Daneben überzeugen die Befragten kollaboratives Filtern (86 Prozent), personalisierte Empfehlungen (72 Prozent) und Customization (74 Prozent).
Beim Stichwort Social Commerce sind die Versandhäuser nicht nur hellhörig, sondern bereits aktiv geworden: 77 Prozent arbeiten mit Bewertungen, 53 Prozent bloggen, und Social Plattforms spielen im Marketing von 69 Prozent der Befragten eine wichtige Rolle. Fragt man genauer nach, stellt sich heraus, dass ein Vertrauensvorschuss in sich selbst regulierende Vermarktungssysteme noch nicht existiert: So sind eine Integration der Nutzer als Mitverkäufer (sechs Prozent) und die Vernetzung der Nutzer untereinander (neun Prozent) kaum verbreitet - und werden auch von rund zwei Dritteln für die Zukunft abgelehnt. Gleichermaßen überzeugt auch das Twittern die Versandhändler noch nicht, mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) lehnt das "Zwitschern" als ergänzende Marketingmaßnahme ab.
Wenig sinnvoll finden die Befragten auch neue Verkaufskonzepte wie das Club- oder preisdynamische Shopping, diese Instrumente wollen rund 80 Prozent der Befragten auch künftig nicht umsetzen. Einzig im Mobile Shopping sieht ein gutes Drittel der Versandhändler (37 Prozent) noch größeres Potenzial.
