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Mehr Budget, mehr KI: Deutschlands Marketing setzt auf Wachstum

27.10.2026 Drei Viertel der deutschen Marketingverantwortlichen erwarten steigende Budgets. Zugleich gewichten sie Aufmerksamkeit und Engagement stärker als ihre KollegInnen in den anderen untersuchten Märkten - und die Hälfte hält Markenpräsenz in KI-Antwortsystemen für einen wirksamen Marketingkanal.

 (Bild: ChatGPT/Sebastian Halm)
Bild: ChatGPT/Sebastian Halm
75 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen in Deutschland rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden Budgets. Das geht aus dem Annual Marketing Report 2026 von Nielsen   hervor. Unter den vier untersuchten europäischen Ländern liegt Deutschland damit hinter Großbritannien mit 81 Prozent, aber vor Frankreich mit 72 Prozent und Italien mit 65 Prozent.

Bei der Erfolgsmessung setzen die deutschen Befragten eigene Schwerpunkte: 27 Prozent priorisieren Aufmerksamkeit und Engagement - der höchste Anteil im Vergleich der sechs untersuchten Märkte. Absatzsteigerungen und Kapitalrendite stehen für 43 Prozent im Vordergrund, was dem niedrigsten Wert im Ländervergleich entspricht.

Die Hälfte hält Sichtbarkeit in KI-Antworten für wirksam

36 Prozent der deutschen Befragten vertrauen KI-generierten Empfehlungen vollständig und handeln danach; 53 Prozent verlangen eine menschliche Prüfung. In Frankreich liegt der Anteil, der eine solche Kontrolle fordert, bei 63 Prozent, in Italien bei 58 Prozent. Für Mediaplanung und -optimierung nutzen 55 Prozent der deutschen Befragten KI.

Die Optimierung der Markenpräsenz in generativen KI-Antwortsystemen halten 50 Prozent hierzulande für einen wirksamen Marketingkanal. In Frankreich sind es 39 Prozent, in Italien 42 Prozent. Parallel steigt der Anspruch an die Messgrundlagen: Über alle sechs Märkte hinweg nennen 47 Prozent Datengenauigkeit als oberste Priorität bei Messtechnologien, gegenüber 21 Prozent im Vorjahr.

Für 44 Prozent der deutschen Befragten werden Werbenetzwerke von Händlern in den kommenden zwölf Monaten wichtiger für die Mediastrategie; weitere 50 Prozent erwarten eine gleichbleibende Bedeutung. Laut Nielsen flossen 2025 in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien zusammen mehr als 18,6 Milliarden US-Dollar in Retail Media.
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