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Computerspieler sind suchtkrank wie Cannabis-Raucher

von sr

11.11.2005 (iBusiness) Dass PC-Spieler angeblich einen latenten Hang zur Gewalttätigkeit verspüren, haben bereits etliche Forscher in die Welt gerufen. Eine aktuelle Studie beweist nun sogar, dass Computerspielen eine Sucht "vergleichbar mit Alkohol- oder Cannabis-Abhängigkeit" ist.

"Exzessives Computerspielen aktiviert gleiche Strukturen im Hirn wie stoffliche Drogen", warnt Dr. Sabine Grüsser von der Interdisziplinären Suchtforschungsgruppe der Charité Universitätsmedizin  . In einer aktuellen Studie haben die Berliner Forscher über hirnphysiologische Untersuchungen herausgefunden, dass Computerspielen zu einer Sucht vergleichbar mit Alkohol- oder Cannabis-Abhängigkeit führen kann.

In der Studie haben die Forscher die Hirnreaktionen von fünfzehn 'gesunden' Computerspielern mit den von fünfzehn exzessiven Spielern verglichen, die ein "unstillbares Verlangen" nach Spielen hatten. Beide Gruppen haben die Wissenschaftler dann Fotos von Alltagsgegenständen und ein Standbild aus einem Computerspiel gezeigt. Die Forscher haben dabei untersucht, wie die beiden Gruppen jeweils auf die Bilder reagieren. Gemessen wurde, wie stark der so genannte 'Startle-Reflex' aufällt, eine Messgröße für die emotionale Bedeutung von Reizen: Je angenehmer die Testpersonen ein Bild empfinden, umso schwächer ist dieser Reiz.

Das Ergebnis: Sobald eine Szene aus dem Computerspiel eingespielt wurde, haben sich die süchtigen Spielern deutlich weniger stark aufgeregt als beim Anblick neutraler Bilder. "Die Spielszenen sind bei den exzessiven Spielern positiv besetzt", erklärt Grüsser. "Die Hirnreaktion sind ähnlich wie bei Cannabissüchtigen, da positiven Erfahrungen in einem Suchtgedächtnis im Hirn gespeichert sind."

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