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E-Commerce: Preisvergleichsdienste und Couponing legen rasant zu
01.12.2005 (iBusiness) Laut einer aktuellen Studie sind die Besucherzahlen auf ECommerce-Websites innerhalb der vergangenen neun Monate um über sieben Prozent angestiegen. Insbesondere Preisvergleichsdienste und Couponingaktionen waren bei den Internetnutzern besonders beliebt.
Zusätzlich liefert die Untersuchung Zahlen dazu, wie sich die Nutzer auf Preisvergleich-Websites verhalten, denn nicht alle Nutzer klicken die Links zu den Partnerwebsites an. Mehr als ein Viertel (27,7 Prozent) beenden die Web-Session. 44 Prozent besuchen anschließend Google und 21,7 Ebay, um dort weiter nach Schnäppchen zu suchen. Der Nielsen/Netratings-Analyst Stefan Raum versucht, eine Erklärung für die zunehmende Beliebtheit von Preisvergleichsdiensten zu liefern: "Preisvergleichswebsites sind mit den Einkaufsstraßen unserer Städte vergleichbar. Bei ihnen kann sich der Käufer über eine Vielzahl von Produkten von verschiedenen Anbietern informieren." Auch kleinere und regionale Anbieter könnten über Preisvergleichswebsites in den Fokus des Käufers gelangen.
Typische Besucher von Preisvergleichs-Websites sind mittleren Alters, berufstätig und verfügen über gute Kaufkraft. Sie sind überwiegend männlich (64,8 Prozent), haben einen Realschulabschluss (35,2 Prozent) und ein Brutto-Haushaltseinkommen von mehr als 36.000 Euro (43,7 Prozent).
'Directories Ciao!' und 'T-Online Shopping' führen die Top-Ten der Preisvergleichsdienste mit jeweils mehr als neun Prozent Active-Reach und über drei Millionen Besuchern im Oktober 2005 an. Idealo.de konnte seit Februar mit einer Steigerung von 92 Prozent das stärkste Wachstum verbuchen und liegt momentan auf Platz fünf. Auf Platz drei und vier liegen 'Yahoo Shopping' und Geizkragen.de. Stefan Raum fügt hinzu: "Preisvergleichswebsites beeinflussen das Kaufverhalten weit mehr als nur den günstigsten Preis anzugeben. Konsumenten tauschen sich online über Produkte und über Anbieter aus, was das Einkaufserlebnis verbessert." Diese Entwicklung, komme dem E-Commerce insgesamt zugute. Allerdings habe dies auch erhebliche Auswirkungen auf den traditionellen Handel, so Raum weiter. "Wenn Käufer heute einen Laden betreten, wissen sie oft genau was sie wollen und vor allem, zu welchem Preis. Der Einzelhandel muss also seine Verkäufer auf besser informierte Kunden vorbereiten, damit sie ihren Preis mit Mehrwert wie Service, Garantie oder Lieferbedingungen rechtfertigen können."
Die Zahlen basieren auf der Auswertung eines repräsentativen Panels von etwa 7000 deutschen Internetnutzern.
