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Fachverlage benötigen Online-Unterstützung

von UKL

12.05.2006 (iBusiness) In der Geschäftswelt ist für Entscheider neben Fachzeitschriften das Internet zur wichtigsten Informationsquelle geworden, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Gleichzeitig haben die Analysten herausgefunden, wie die Internet-Aktivitäten bei den Entscheidern ankommen.

Laut der von TNS Emnid   im Auftrag von der Deutschen Fachpresse   durchgeführten Studie 'Wirkungsanalyse 2006' hat sich das Internet im engeren Kreis der wichtigsten B2B-Informationsquellen mit an der Spitze etabliert. Kostenintensive Kanäle wie Wirtschaftspresse, Messen und Außendienst müssen laut der Studie vor diesem Hintergrund Verluste verzeichnen.

"89 Prozent der Entscheider in Unternehmen nutzen heute beruflich das Internet", erklärt TNS-Emnid-Analyst Klaus Wöhler gegenüber iBusiness. Das Internet habe aber die Nutzung von Fachzeitschriften nicht kannibalisiert, die mit 90 Prozent weiter auf hohem Nutzungs-Niveau liegen würden. Bei allen anderen abgefragten B2B-Infokanäle nehme die Reichweite im Trend weiter ab. "Viele Fachverlage sind, unabhängig von ihrer Branche, gut beraten, Online- und Print anzubieten", rät Wöhler den Fachverlagen. Die Informationskanäle die am Besten beurteilt würden, seien Fachzeitschriften, Internet und Messen. Die Bedeutung des Online-Informationskanals trete deutlich hervor, wenn man bedenke dass die Bedeutung des Internets als Informationsquelle in den letzten zehn Jahren von null auf 89 Prozent gestiegen sei.

Gute Nachricht für Marketeers: Nach den Fachzeitschriften (90 Prozent) und dem Internet (89 Prozent) nutzen Entscheider laut der Studie an dritter Stelle Direktwerbung (77 Prozent) als Informationsquelle.

Laut der 'Deutschen Fachpresse' entwickeln sich Fachverlage immer mehr zu Fachmedien-Häusern, die neben Zeitschriften auch Websites, Datenbanken, Online-Archive, E-Mail-Services, Seminare und Kongresse anbieten. Professionelle Entscheider nutzen demnach im Durchschnitt drei der genannten Informations-Angebote. Neben den Fachzeitschriften selbst, finden vor allem Archiv-Services (51 Prozent) und EMail-Services (46 Prozent) den Zuspruch der Entscheider. Handlungsbedarf scheint im Cross-Media-Angebot der Fachverlage in der Kategorie 'Websites' zu bestehen. Nur 39 Prozent der Befragten haben sich hier für eine Nutzung ausgesprochen - ein Prozent weniger im Vergleich zur Kategorie 'Datenbanken'.

In den frühen Phasen des Entscheidungsprozesses sind laut der Studie Internet und Fachzeitschriften die mit Abstand wichtigsten Informationsquellen der professionellen Entscheider. Mailings, Wirtschaftspresse und Außendienst spielen hier laut der 'Deutschen Fachpresse' kaum eine Rolle. Erst wenn die relevanten Informationen gesammelt sind und entschieden werden muss, gewinnt insbesondere der Außendienst an Bedeutung. Fachzeitschriften und Internet bleiben aber auch in dieser Phase wichtig.

Die 'Deutsche Fachpresse' vertritt die Interessen von rund 500 Fachverlagen in Deutschland, die 2004 mit rund 3.600 Titeln einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro erzielen konnten. Sie wird getragen vom Fachverband Fachpresse im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V.   und der Arbeitsgemeinschaft Zeitschriftenverlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels  .

Thema: Fachverlage benötigen Online-Unterstützung

Kommentar von UKL

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