Jetzt zum Webinar anmelden
Agenturwert berechnen
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Web 2.0 ist in Deutschland langsam auf dem Weg zum Unternehmenseinsatz
12.07.2006 (iBusiness) Privatanwender werden bis 2010 jede dritte Anwendung online nutzen, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung. Bei Unternehmen soll der Anteil von derzeit 0,5 Prozent auf etwa zwölf Prozent bis 2010 steigen. Die Analysten zeigen auch auf, wie sich Start-Ups in diesem neuen Markt erfolgreich behaupten können.
Experton Group-Manager Carlo Velten: "Alles deutet auf einen einsetzenden Paradigmenwechsel im gesamten Softwaremarkt hin, der zwar schon mehrfach unter Schlagworten wie 'Application Service Provider' prognostiziert wurde, bis dato aber ausblieb: Die Migration vom Desktop zum Webtop".
Bisher nutzen laut Experton Group überwiegend Privatanwender web-basierte Anwendungen. Doch der Kauf und die Integration von Web 2.0-Firmen durch etablierte Unternehmen wie Yahoo , Google , Amazon oder Salesforce.com würden einen Wandel signalisieren. So vermarkte Salesforce.com auf seiner Plattform Appexchange.com viele plattformunabhängige Webanwendungen für den Unternehmenseinsatz.
Die Experton Group erwartet zudem, dass Lerneffekte aus dem privaten Erfahrungsbereich sich auf das Nutzungsverhalten am Arbeitsplatz auswirken werden. Daher ist zu erwarten, dass sich bei Selbstständigen und Freelancern der Wechsel von lizenz-basierter Desktopsoftware hin zu web-basierten Anwendungen am dynamischsten vollzieht. Mittelständische und Großunternehmen werden aufgrund ihrer prozessualen und hierarchischen Strukturen nicht an der Spitze der Bewegung stehen.
Zudem schränken laut Experton Group Sicherheitsrichtlinien die Nutzung von externen, webb-basierten Programme ein. Langfristig jedoch werden sich die neuen Web-Anwendungen laut der Untersuchung allerdings nicht aus den Unternehmen verbannen lassen. Schließlich schaffe die Integration verschiedener Tools innerhalb neuer Web-Anwendungen für die Mitarbeiter häufig hohe Mehrwerte und spare Zeit.
Wollen Startups in die Domäne der großen Softwareanbieter einbrechen, muss das Angebot laut Experton Group auch stärker an deren Anforderungen bezüglich Administration, Sicherheit und Kontrolle ausgerichtet sein. Letztendlich werden nur diejenigen 'Webtop'-Anwendungen erfolgreich sein, die eine kritische Masse an Nutzern bündeln und langfristig halten können.
Velten empfiehlt: "Für junge Unternehmen bieten sich maßgeblich strategische Partnerschaften an, bei denen die eigene Anwendung in bestehende Angebote integriert wird". Die Akquisition durch etablierte Unternehmen ist eine weitere Alternative für nachhaltiges Wachstum und Durchdringung im Markt. Ein gutes Produkt und virales Marketing reichen vielfach nicht mehr aus, um im Softwaremarkt zu bestehen. Mittelfristig würden laut Velten Chancen vor allem dort zu finden sein, wo neue Web-Anwendungen nicht direkt mit etablierten Desktop-Anwendungen konkurrieren. So würden sich die such- und networking-zentrierten Web-Anwendungen auch im Unternehmensbereich sehr dynamisch entwickeln, während es alternative Schreib- und Kalkulationsprogramme tendenziell schwer haben dürften.
