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Selbst die Blogosphäre hält Web 2.0 für eine Mogelpackung
20.09.2006 (iBusiness) Für Aufsehen gesorgt hat Planetactive-Chef Matthias Kurwig mit seiner gestrigen Web-2.0-Demontage. Während Kurwigs Branchen-Abrechnung bereits gestern bei den klassischen Internet-Dienstleistern erstaunlich viel Zustimmung geerntet hat, ziehen heute sogar die 'Web 2.0'-affinen Branchen-Blogger nach.
Aber nicht nur die Zunft der klassischen und mit dem Web 1.0 groß gewordenen Online-Dienstleister begegnet dem Thema Web 2.0 derzeit eher skeptisch. Auch viele Blogger aus dem ECommerce- und Online-Bereich schließen sich der 'Web 2.0'-Demontage an, wie ein kleiner Streifzug durch die deutsche Blogosphäre verdeutlicht. So stimmt beispielsweise Michael Jung, Betreiber des E-Commerce Blog den Aussagen Kurwigs zu. "Nicht das Web, sondern die Nutzer ändern sich", erklärt Jung. "Communitys und Foren hat es dagegen schon immer gegeben."
Auch nach Meinung von Blogger Timo Zein , hauptberuflich Projektmanager beim Düsseldorfer Online-Dienstleister TWT Interactive ist an Kurwigs 'Web 2.0'-Abrechnung etwas dran: "User-Generated-Content ist im Grunde ein alter Hut." Eric Jankowfsky, Geschäftsführer des ECommerce-Dienstleisters Oxid Esales , stimmt mit Kurwig ebenfalls überein: "Wer das Platzen der New-Economy-Blase mitbekommen und überlebt hat, den erinnert die jetzige Euphorie recht stark an damals."
