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Trend: Welche Medienangebote sich Konsumenten in Zukunft wünschen
13.07.2006 (iBusiness) Ob Blogs, Video-on-Demand (VoD) oder Handy-TV - die Konsumenten sehen sich derzeit mit einer ständig wachsenden Anzahl von neuen Medienformaten gegenüber. Welche der zukünftigen Modelle bereits jetzt für Marketeers und Anbieter interessant sind und bei welchen Medienangeboten noch nachgebessert werden muss, hat jetzt eine aktuelle Studie herausgefunden.
Auch beim Thema Informationsqualität hat die Studie überraschendes zu Tage gebracht: Im Vergleich, wie wichtig den Nutzern die Bekanntheit einer Offline-Marke und wie wichtig ihnen der 'Peer-Review' durch die Internetgemeinschaft für das Thema Informationsqualität ist, zeigt sich, dass die Bedeutung von Offline-Marken bei den älteren Nutzern besonders ausgeprägt ist, während die jüngeren Nutzer stärkeren Wert auf die Qualitätskontrolle durch andere Internet-Nutzer legen.
Schwer haben es laut den Analysten die Anbieter von Triple-Play-Services. Denn Triple-Play ist für Nutzer oft noch ein Buch mit sieben Sigeln. Trotz intensiver Marketingmaßnahmen der Industrie geben laut Studie bislang nur 39 Prozent der Befragten an, schon einmal von der Möglichkeit, Internet, Telefonie und Fernsehen über einen Anbieter zu beziehen, gehört zu haben. Besonders die jüngeren Altersgruppen sind schlecht informiert. Hier geben beispielsweise nur 33 Prozent der 30- bis 39-Jährigen bzw. 36 Prozent der 20- bis 29-Jährigen an, schon einmal davon gehört zu haben. Ein wenig besser sind die älteren Segmente informiert; hier geben 48 Prozent der 50- bis 59-Jährigen und 52 Prozent der 60- bis 69-Jährigen an, von der Möglichkeit von Kombinationsangeboten aus einer Hand gehört zu haben. Das konkrete Interesse an Kombinationsangeboten ist bei den Konsumenten bis 49 Jahren hoch, sobald sie sich mit dem Thema näher auseinander gesetzt haben. Bei den Älteren bleibt das Interesse hingegen mäßig.
Podcasting - die Nutzung von in der Regel kostenlos verfügbarem und oft von Amateuren produziertem Audio-Content auf tragbaren MP3-Playern - ist laut Studie ein weiterer Weckruf für die Medienindustrie: Hier haben die Analysten eine rasend schnelle Verbreitung feststellen können. Im Vergleich der in dieser Studie untersuchten deutschen Podcast-Nutzer mit Zahlen aus den USA nutzten zirka 18 Monate nach der "Erfindung" 1,4 Prozent der befragten Deutschen Anfang 2006 Podcasts - das sind nur unwesentlich weniger als in den USA in 2005. Für Werbetreibende interessant ist, dass laut Studie von denen, die Podcasting kennen, diejenigen mit dem höheren Haushaltsnettoeinkommen bei der tatsächlichen Nutzung deutlich dominieren.
Als größte Hürde für Anbieter VoD-Angebot an den Mann zu birngen haben die Analysten die hohen Kosten identifiezert. Allerdings sind die Konsumenten bei aller Ablehnung einer höheren monetären Belastung durchaus offen für Werbung bei VoD-Angeboten. Auf die Frage, welche Werbeformen bei VoD akzeptabel sind, wird ein Hinweis auf das Sponsoring vor der Nutzung mit 81 Prozent am ehesten akzeptiert. Werbung zwischen zwei Inhalten, entweder in der unspezifischen oder individualisierten Form, ist für 64 Prozent bzw. 48 Prozent der Befragten akzeptabel. Die jüngeren Altersgruppen sind mit 62 Prozent bei den unter 20-Jährigen und 70 Prozent bei den 20- bis 29-Jährigen besonders offen für individuelle Werbung.
Enttäuschung auch beim Handy-TV. Insgesamt haben laut Studie nur neun Prozent der Befragten Interesse daran, mit dem Handy fernzusehen. In der Gruppe der bis 20-Jährigen besteht mit 37 Prozent das stärkste Interesse an Handy- TV. Das Interesse nimmt in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen mit zwölf Prozent bereits massiv ab. Es pendelt sich in den Altersgruppen zwischen 30 und 69 Jahren zwischen vier Prozent und fünf Prozent ein.
