Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Marktforscher: "Marketing im Web 2.0 ist ideenlos und schädlich"
26.01.2007 Heidelberger Marktforscher warnen jetzt Werbetreibende ausdrücklich vor Marketing im Web 2.0. Nach Meinung der Analysten zeugen nutzergenerierte Kampagnen "mehr von Ideenlosigkeit als von Verantwortung" und richten langfristig Schaden an. In der Interaktiv-Branche sorgt diese Abrechnung 2.0 für fassungslose Gesichter.
"User-Generated-Content darf keine konsequente Markenpolitik ersetzen", mahnt sie Werbetreibende. "Nutzergenerierte Kampagnen zeugen mehr von Ideenlosigkeit als von Verantwortung." Die Forschungen von GIM Argo hätten gezeigt, dass Marken langfristig Schaden zugefügt werden können, wenn man sie "demokratisch formbar" macht.
In der Interaktiv-Branche sorgt die Web-2.0-Abrechnung der Heidelberger Marktforscher für fassungslose Gesichter. "Hier werden Begrifflichkeiten verwechselt, nicht verstanden und sogar missbraucht", echauffiert sich beispielsweise Malte Hasse , stellvertrender Geschäftsführer des Berliner Internet-Dienstleister A&B Face2Net und AK-Leiter 'Zukunftstrends' in der Fachgruppe Agenturen des BVDW . A&B Face2Net hatte erst in diesem Monat mit der Unit 'Digital Conversations' eine eigene Abteilung für Web-2.0-Marketing gestartet.
Laut Hasse ersetzt Web-2.0-Markenführung nicht das klassische Marketing, sondern ergänzt es: "Es kommt etwas Neues hinzu, was zusätzliche Optionen eröffnet aber auch neue Formate und neues Know-How erfordert", argumentiert Hasse und er ergänzt. "Es wird im Netz über Marken gesprochen, das ist Fakt. Und zwar in den verschiedensten Ausprägungen." Unternehmen müssen daher Web-2.0-Marketing betreiben und sich mit den neuen Formen der Markenführung im Internet auseinander setzen.
Unverständnis ernten die Heidelberger Marktforscher auch von dem Hamburger Internet-Dienstleister SinnerSchrader , der ebenfalls mit der Unit 'Online Conversations' eine eigene Abteilung für Web-2.0-Markenkommunikation betreibt. Wie Unternehmenssprecher Martin Recke gegenüber der iBusiness-Redaktion erklärt, scheinen die Marktforscher den Kernpunkt der Web-2.0-Kommunikation nicht verstanden zu haben: "Es geht bei der Markenführung im Web 2.0 nicht darum, seine Marke komplett den Internetnutzern zu überlassen", verdeutlicht er. " Vielmehr geht es darum, mit Web-2.0-Marketing Botschafter für seine Produkte und Dienstleistungen zu gewinnen, die sich dann per Empfehlungs- und Viralmarketing dafür einsetzen."
