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ZDF sucht Kooperationspartner für seine Online-Offensive

von sr

15.11.2007 ZDF-Intendant Markus Schächter will mit seiner gebührenfinanzierten Online-Offensive nicht mit privaten Online-Anbietern konkurrieren. Vielmehr will er seine Multimedia-Inhalte anderen Online-Publishern verfügbar machen.

, Intendant des ZDF  , hat auf den 'Zeitschriftentagen 2007' an die deutschen Verleger appelliert, "keine falschen Fronten aufzubauen". Er machte vor rund 800 Vertretern des Zeitschriftenverleger (VDZ) das Angebot, im Sinne einer "Offensive für Qualitätsmedien" über den Austausch von Inhalten zu sprechen. "Da gibt es zwar auch urheber- und lizenzrechtliche Fragen zu klären", argumentierte Schächter. "Ich bin jedoch zuversichtlich, dass eine ernsthafte Prüfung hier zu vorzeigbaren Ergebnissen führen kann."

Laut Schächter wird das Internet wird bald schon der entscheidende Kanal sein, über den sich die Menschen mit Informationen und Unterhaltung versorgen: "Kein Medium und kein Medienunternehmen hat eine Zukunft, wenn es nicht seine Inhalte auch über das Internet verbreitet." Das ZDF wolle aber mit seinen Online-Angeboten nicht auf den Werbemärkten mit den Zeitungen und Zeitschriften konkurrieren.

Einen ersten Kooperationspartner hat Schächter anscheinend schon so gut wie sicher. Wie das Fachmagazin Werben & Verkaufen   (W&V) berichtet, startet die Frankfurter Allgemeine Zeitung   (FAZ) morgen mit einem überarbeiteten Web-Angebot. Optisch sollen die Ressorts der Zeitung stärker im Web hervor gehoben und die Kommentarspalten ausgebaut werden. Zudem wird die bislang überwiegend eigenständig arbeitende Onlineredaktion stärker mit den Printkollegen zusammen arbeiten.

Auch Bewegtbilder sollen künftig häufiger zu sehen sein: weswegen die FAZ laut dem Bericht mit ARD und ZDF über die Lieferung von Bildmaterial verhandelt. "Wir unterhalten uns darüber, aber beschlossen ist bislang nichts", erklärt Dirk Specht , Leiter Elektronische Medien der FAZ GmbH.

Die (gebührenfinanzierten) Digital-Offensiven von ARD   und ZDF stoßen bei privaten Medienanbietern in Deutschland auf wenig Gegenliebe. Erst kürzlich hatte Verleger-Legende Prof. Hubert Burda gefordert, dass ARD und ZDF im Internet "Grenzen gesetzt werden müssen" (iBusiness berichtete).

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