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Analyse: Neue Mediamarkt-Werbung hilft nicht gegen Onlinehandel
21.10.2011 Mit seiner groß angelegten Kampagne "Ende des Preisirrsinns" verkündet Mediamarkt seit Anfang Oktober die Einführung eines neuen Preismodells. Michael Rook , COO bei Media-Saturn und verantwortlich für Markenführung erläuterte: "Mit dieser Kampagne erneuern wir mit großer Ernsthaftigkeit unseren Anspruch auf die Preisführerschaft, die seit Anbeginn in unserem Markenkern verankert ist." Markenanalysten bezweifeln den Erfolg. Grund: Der Onlinehandel.
Tiefpreis-Versprechen könnten heute nicht mehr glaubwürdig funktionieren. Händler seien mehr denn je gefragt, sich neu zu erfinden und noch konsequenter differenzierende Mehrwerte und Kaufanreize zu schaffen, die Internet-Shops nicht bieten können. Neben Einkaufserlebnissen liegt das Potenzial vor allem in persönlicher Fachberatung, Serviceangeboten und Sofortverfügbarkeit der Artikel. Das Internet sollte dabei nicht als Bedrohung, sondern als Chance verstanden werden, um verschiedene Absatzkanäle zu verknüpfen und zusätzliche Umsatzchancen zu schaffen. CEO Udo Klein-Bölting : "Notwendig sind innovative Ansätze, kreative Ideen sowie ein Verständnis der sich ändernden Kundenbedürfnisse. Die Antwort stationärer Händler auf die digitale Revolution muss komplexer und vielschichtiger ausfallen, als es Media Markt heute durch Festhalten an alter Preisführerschaft versucht."
