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Von wegen Fake News: Deutsche vertrauen vergleichsweise oft der eigenen Presse

06.09.2018 Im weltweiten Vergleich ist das Vertrauen der Deutschen in die eigene Presse höher als in anderen Nationen, wie die Ergebnisse einer internationalen Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts Ipsos   zur politischen Stimmung in der Welt bestätigen. Bei der Global-Adviser-Studie wurden über ein Online-Panel-System über 19.000 Menschen in 27 Ländern befragt.

 (Bild: Joachim Meyer)
Bild: Joachim Meyer
Nur jeder dritte Bundesbürger (30 Prozent) ist der Überzeugung, häufig oder regelmäßig auf Nachrichtenberichte zu stoßen, in denen bewusst Falschmeldungen verbreitet werden. In allen anderen untersuchten Ländern werden vermeintliche Fake News deutlich öfter identifiziert, am häufigsten in Argentinien (82 Prozent). Nur in Südkorea (52 Prozent) und China (47 Prozent) werden Fake News noch seltener wahrgenommen als in Deutschland.

Gleichzeitig fühlen sich die Menschen hierzulande aber besonders selten dazu in der Lage, beim Medienkonsum gezielt zwischen Fakten und Fiktion unterscheiden zu können. Nicht einmal jeder zweite Deutsche (47 Prozent) ist davon überzeugt, Falschnachrichten auch als solche zu erkennen. Und es gibt deutliche Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung: Gerade in den westlichen Demokratien wie Schweden (64 Prozent), den USA (62 Prozent), Italien (61 Prozent), Großbritannien (59 Prozent) und Deutschland (53 Prozent) überwiegt der Anteil derer, die an der Einschätzungs- und Differenzierungsfähigkeit ihrer Landsleute zweifeln.
Nur jeder dritte Bundesbürger (30 Prozent) ist der Überzeugung, häufig oder regelmäßig auf Nachrichtenberichte zu stoßen, in denen bewusst Falschmeldungen verbreitet werden.
Nur jeder dritte Bundesbürger (30 Prozent) ist der Überzeugung, häufig oder regelmäßig auf Nachrichtenberichte zu stoßen, in denen bewusst Falschmeldungen verbreitet werden. (Grafik: Ipsos)
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