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Web-Wahlkampf: Rot-grünes Facebook und schwarz-gelbes StudiVZ

13.07.2009 Von Wahlkampffieber vor der Bundestagswahl in den relevanten Social Networks kann die jüngste Studie zu Politik im Web 2.0 nicht berichten. Politisch Gleichgesinnte treffen sich auf den selben Plattformen.

 (Bild: SXC.hu/Todd Wormington)
Bild: SXC.hu/Todd Wormington
Den großen Ansturm der Parteien vor der anstehenden Bundestagswahl auf die Social Networks in Deutschland kann die 5. Kurzstudie zu 'Politik im Web 2.0' nicht verzeichnen: "Hierfür liefern unsere Zahlen keine Belege", konstatiert Markus Beckedahl , Mitinhaber von newthinking communication   und Co-Autor der Studie.

Untersucht wurde die Präsenz der Parteien, ihrer Jugendorganisationen und Spitzenpolitiker in den wesentlichen deutschen Plattformen wie StudiVZ  , MySpace  , Facebook  , YouTube   und Twitter  .

Dagegen stellen die Autoren fest, dass es für jede Plattform bestimmte parteipolitische Präferenzen gibt. So seien etwa bei Facebook überproportional starke rot-grüne Tendenzen zu finden, während bei StudiVZ besonders Union und FDP häufig vorkommen. "Beim Microblogging-Dienst Twitter ist auffällig, dass Bündnis '90/Die Grünen, die früh diesen Dienst für sich entdeckten, ihre Follower-Zahl weiter deutlich steigern konnten und damit den Vorsprung gegenüber den anderen Parteien hielten, beziehungsweise weiter ausbauten."
Die Linkspartei ist unter den Nutzern des Web 2.0 unterrepräsentiert und kann dort kaum Interesse oder Klicks generieren.

Während die Parteien ihr Engagement im neuen Medium in Grenzen halten, wächst das Interesse der Nutzer: Die Studie berichtet von "deutlichem Wachstum der Zugriffe bei den Videoplattformen".
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