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MUM kills the SEO-Star
13.05.2022 Google zündet in diesen Wochen einen KI-Nachbrenner. Das wird die Suche prinzipiell verändern und Google-affine Geschäftsmodelle durcheinanderwirbeln. Wer die Gewinner und die Verlierer sein werden und warum sich mancher glücklich schätzen darf, dass es noch keine Quantencomputer gibt.
MUM - Googles neue Suchtechnik 'Multitask Unified Model' kills the SEO-Star . Zumindest wird es dem technischen SEO in Zukunft sehr schlecht gehen, wie iBusiness-Analyst Dominik Grollmann und Herausgeber Joachim Graf in ihrem Podcast diese Woche vorhersagen. Hintergrund: MUM soll den 2019 eingeführten BERT-Algorithmus ('Bidirectional Encoder Representations from Transformers') ablösen und für bessere Ergebnisse bei der Google-Suche sorgen.
Google MUM soll mittels semantischer Analysen und Natural Language Processing zunächst in der Lage sein, die Absicht hinter Suchanfragen zu verstehen. Die darunterliegende Wissensdatenbank kann die Suchintention besser verstehen und ist in der Lage, Informationen nicht nur zu präsentieren, sondern selbst zu verarbeiten und so sogar komplexe Fragen unter Auswertung verschiedener Quellen zu beantworten. Die wichtigsten Kernfunktionen sind dabei, dass die KI sowohl für Fragen als Antworten neben Text auch Bilder, Audio und Video auswertet, eigene Antworten formulieren kann und die Wissensbasis von bislang 75 Sprachen zusammenführt, statt für jede Sprache ein eigenes Sprachmodell zu trainieren.
Google berücksichtigt mehr Quellen - vor allem Video und Audio. Die Intention der Suchenden wird noch wichtiger und Google versucht, mittels der gefundenen Informationen eigene Antworten zu formulieren. Das bedeutet, in der Ergebnisbox am Kopf einer jeden SERP werden in Zukunft immer mehr Antworten stehen - auch von komplexen Fragen. Google wird damit endgültig von der Suchmaschine zur Antwortmaschine: Ein Foto eines defekten Fahrradschaltwerks verbunden mit der Frage "How to fix this?" liefert den Link zu einem Youtube-Video mitsamt der exakten Startposition der Stelle, an der das Schaltwerk repariert wird.
Vordergründig profitiert Google dabei vor allem von der enormen Menge zusätzlicher Informationen, die erschlossen werden, sowie durch das performantere Natural Language Processing. Zu vermuten ist dabei auch, dass Googles semantische Fähigkeiten kontinuierlich zunehmen werden. Zum einen, weil viele Algorithmen im Laufe der Zeit noch erprobt und nachgeschärft werden. Zum anderen aber auch, weil viele der ehrgeizigen Google-Pläne von wachsender Rechenleistung profitieren werden. Im Videopodcast analysieren die beiden, welche Auswirkungen das auf SEO-Agenturen, Onlinehändler und Content-Aggregatoren hat - und was passiert, wenn sich die Google KI einen noch größeren Anteil als bisher von der digitalen Wertschöpfungskette sichert.
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Am: 13.05.2022
Zu: MUM kills the SEO-Star
Grüße von Thomas B.
