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Wer in Social Media demonstriert, verliert: Twitter listet Behörden-Zugriffe auf

03.07.2012 Knapp 850 Mal haben Behörden die Herausgabe von Informationen zu Nutzern von Twitter   verlangt, fast 700 mal davon in den USA. Das geht aus dem Transparenzreport   des Microblogging-Dienstes hervor. Twitter entsprach im Schnitt zwei von drei Anfragen, die meist im Zusammenhang mit polizeilichen Ermittlungen stehen.

In Deutschland dagegen wurden weniger als zehn Anfragen gestellt, keiner hat das Unternehmen entsprochen. Urheberrechtsbeschwerden gingen fast 3400 bei Twitter ein - deswegen entfernte das Netzwerk über 5000 Tweets.

Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung des Transparenzreports hat ein US-Richter Twitter verdonnert, Tweets eines Nutzers an die Polizei zu übergeben. Business Insider   berichtet, der Richter habe entschieden, dass die Tweets im Verfahren gegen einen Demonstranten bei den Occupy-Wall-Street-Protesten verwendet werden dürften. Der amerikanische Bürgerrechtsverband ACLU   verurteilte die Entscheidung, weil Äußerungen im Internet damit außerhalb des Rechtes auf Privatsphäre und freie Rede gestellt würden.
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