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Internet der Dinge: Konsumenten haben Angst vor Kontrollverlust
03.06.2015 Verbraucher wünschen sich von Produkten rund um das Internet der Dinge (IoT) in erster Linie Kostenersparnis und mehr Sicherheit. Dennoch gibt es Bedenken, die sich vor allem auf den Kontrollverlust beziehen. Dies ist das Ergebnis der repräsentativen Studie Internet der Dinge des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov und dem Eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft .
Auf der anderen Seite zeigt sich eine gewisse Sorge vor einem Kontrollverlust: Zum Beispiel erhöht sich die Skepsis, bei Türen, die sich automatisch öffnen, sobald davor eine befugte Person per Gesichtserkennung erkannt wird. Dies ist nur noch für 54 Prozent interessant. Ebenso wird das eigenständige Nachbestellen von Lebensmitteln durch den Kühlschrank (32 Prozent) nicht so positiv aufgenommen wie eine automatische Warnung, wenn Lebensmittel kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen (64 Prozent). Im Bereich Automobilität stellt autonomes Bremsen bei Gefahr einen höheren Nutzen für den Einzelnen dar (80 Prozent) als das autonome Lenken eines Fahrzeugs (36 Prozent).
Konsumenten sehen klassische und neue Player im IoT-Markt vorn
Bei den möglichen Anbietern von vernetzten Produkten sehen die befragten Internetnutzer nicht nur branchenklassische Unternehmen vorn. So trauen sie beispielsweise beim Thema automatische Heizungssteuerung nicht nur Unternehmen wie Vaillant oder Viessmann solche Innovationen zu, sondern auch Samsung oder Apple . Bei autonomen Fahrzeugen ist es neben Mercedes-Benz , BMW und Audi auch Google, denen in diesem Bereich eine hohe Expertise zugesprochen wird."Wie die Studienergebnisse zeigen, sollten die Dimensionen Kostenersparnis, Sicherheit und vor allem auch das Thema Bequemlichkeit von einem mit dem Internet vernetzten Produkt gewährleistet werden. Nur so wird es sich letztendlich nicht nur bei den Early Adoptern, sondern auch bei der breiten Bevölkerung durchsetzen", sagt Holger Geißler, Vorstand bei YouGov.
Heute begeistert das Internet der Dinge vor allem Early Edopter - noch
Doch die Entwicklung von vernetzten Kaffeemaschinen, Autos und Co. mit Bezug zum Internet der Dinge ist laut den Studienergebnissen noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem die Produkte mehrheitsfähig wären. Es fehlt den Menschen oft noch am grundlegenden Verständnis. Vor allem für Early Adopter ist das Internet der Dinge "eine gute Sache" (88 Prozent gegenüber 65 Prozent aller Internetnutzer).Doch das Internet der Dinge hat großes Potenzial, etwa auch ältere Menschen zu begeistern, so die Studie. Unter anderem wenn alte und kranke Menschen mithilfe dieser Produkte länger in ihren eigenen vier Wänden leben können. Das Internet der Dinge kann also eine breitere Masse und auch ganz neue Zielgruppen erreichen, sobald der Nutzen für den Einzelnen erkennbar ist.
Für die Studie haben Yougov und der Eco im März und April 2015 2.053 Internetnutzer befragt.
Am: 03.06.2015
