Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Micro-Payment: Handel nutzt kaum das vorhandene Potenzial
30.07.2008 Die Vorteile des bargeldlosen Zahlungsverkehrs nutzen zur Zeit vor allem große Handelsketten und Kaufhäuser. Auf der Strecke bleiben Kioske, Tante Emma-Läden oder Tankstellenshops - Die etablierten Systeme auf Basis von EC- oder Kreditkarte eignen wegen des hohen Anteils an Kleinbetrags-Transaktionen nicht. Eine aktuelle EHI-Studie zeigt, dass auch diese Klientel von Micro-Payment-Lösungen profitieren kann.
Profitieren von Micropayment-Lösungen würden vor allem Händler "bei denen die Kunden einen niedrigen Durchschnittsbon haben", erklärt Horst Rüter , Mitglied der Geschäftsleitung beim EHI und Leiter des Forschungsbereichs Zahlungssysteme. Die seien vor allem Kioske, Drogeriemärkte, der kleinflächige Lebensmitteleinzelhandel und Tankstellshops. Das Potenzial für ein geeignetes alternatives Micropayment-System sei groß. So schätzt das EHI die Zahl der Transaktionen im stationären Einzelhandel in Deutschland auf 19 bis 20 Milliarden Euro, von denen aktuell ca. 15 bis 16 Milliarden in bar abgewickelt werden. In einem Supermarkt beispielsweise liegen rund drei Viertel aller Transaktionen unter 15 Euro. In Drogeriemärkten und an Kiosken ist der Anteil der Kleinbeträge noch deutlich höher.
Eines der größeren Hindernisse für eine kurzfristige Verbreitung von Micropayment-Systemen - und auch Mobile-Payment - sei, so erklärt Rüter im Gespräch mit iBusiness, der Einfluss der Zentralbanken. Die obersten Währungshüter wollen den gesamten Geldfluss unter Kontrolle behalten, weshalb beispielsweise mobile Peer-to-Peer-Bezahlsysteme schwer zu etablieren seien. Vor allem für das Mobile-Payment komme erschwerend hinzu, dass beim Kunden Hemmnisse wie aufwendige Registrierungsverfahren, Softwaredownloads und Angst um die Datensicherheit erst einmal abgebaut werden müssen, erklärt Rüter.
