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Mobile Banking: Schwellenländer bieten gute Marktchance für Payment-Anbieter

05.05.2008 Mobile Banking wird für Payment-Anbieter zunehmend ein neues Marktumfeld. Insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländer gelten laut einem aktuellen Marktbericht als erfolgversprechende neue Märkte. Doch auch in den Industrienationen besteht zunehmend Bedarf nach mobilen Bezahlverfahren.

 (Bild: SXC.hu/Marja Flick-Buijs)
Bild: SXC.hu/Marja Flick-Buijs
Nach einem Bericht der Consultative Group to Assist the Poor   (CGAP), einer weltweit tätigen Organisation zur Förderung von Mikrofinanzierung, bietet Mobile Banking vor allem in Staaten und Regionen mit einer schwachen Finanzinfrastruktur "deutliche Chancen für Serviceanbieter neue Produkte zur Abwicklung von Bargeldtransaktionen etablieren zu können."
Die CGAP prognostiziert, dass Mobile Banking unter den richtigen
Marktbedingungen für eine große Zahl ärmerer Menschen, die
außerhalb des formellen Finanzsystems stehen, von Vorteil sein
könnte. Der Bericht legt dar, dass Zahlungen und Überweisungen aus vielen Gründen das mobile Finanzdienstleistungsangebot dominieren. Insbesondere die Anbieter von mobilen Dienstleistungen bieten bevorzugt Zahlungsdienstleistungen an.

Zu einem ähnlichen Schluss kommt eine aktuelle iBusiness-Analyse zum Thema Micro-Payment. In Schwellenländern wird mobiles Geld das klassische Buchgeld über kurz oder lang ersetzen. Aber auch in den Industrienationen bieten sich neue Wege für mobiles Micro-Payment. Einsatzfelder ergeben sich dort, wo der Mensch schnell kleine Geldbeträge zur Verfügung haben muss: also beispielsweise im Taxi, am Kiosk oder an der Parkuhr. Dies hat beispielsweise der norwegische Payment-Anbieter Luupay   erkannt und ein SMS-basiertes mobiles Bezahlsystem für Norwegen, Deutschland und Großbritannien entwickelt.

"Transfer-Systeme wie M-PESA sind eng an die Rahmenbedingungen in Staaten mit schwacher Finanz-Infrastruktur gebunden. Trotzdem könnten Anbieter wie Luupay mit ihrem P2P-System auch in Europa und Asien in einem Nischenmarkt durchaus erfolgreich sein", schätzt Manfred Wolff , Leiter des Arbeitskreises Payment   im Bundesverband der Dienstleister für Online-Anbieter   (BDOA) die Zukunft ein.
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