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Crosschannel-Marketing: So schlecht sind deutsche Schuhhändler aufgestellt
02.02.2016 Crosschannel schien noch immer eine große Herausforderung für deutsche Schuhfilialisten zu sein: Drei von vier Schuh-Einzelhändlern in der Studie von der UDG schaffen es nicht, Online und Offline zu verknüpfen. Am besten im Ranking schneidet Görtz ab.
Branchensieger und der einzige Filialist, der sich das Etikett "First Mover" verdient, ist Görtz mit 76,5 Punkten. Ganz knapp folgt Deichmann (75,5) mit einem Punkt Rückstand und führt damit die Kategorie der "Slow Mover" an, gefolgt von Roland (69). Foot Locker folgt auf Rang vier mit 55 Punkten. Die Liste der Kategorie "Stay Behinds" wird von Runners Point (48,5), vor Geox (47,5), angeführt. Auch Leiser ist mit 35,5 Punkten in der Kategorie "Stay Behind" einzuordnen. Jenseits der 30er-Marke in der Kategorie der "Oldtimer" sind unter anderem ABC Schuh Center (24) oder der Letztplatzierte, Schuhhof (13,5) zu finden.
Obwohl alle Unternehmen online auf Ihre Filialen verweisen, gelingt es nur 30 Prozent, Synergien zwischen beiden Kanälen mit individuellen Detailseiten und lokalen Informationen zu kreieren. 70 Prozent bieten Online keine Möglichkeit, die Verfügbarkeit der Ware in einer Filiale zu überprüfen, nur 30 Prozent ermöglichen ihren Kunden die Rückgabe der Ware in stationären Filialen. In der Kategorie "Traffic" weisen die Schuhfilialisten signifikante Lücken auf. So können sich im Bereich SEO lediglich Görtz, Deichmann und Siemens Schuhcenter mit Pure Playern wie Zalando auch bei generischen Suchbegriffen messen.
Nur jede zweite Website ist mobil-optimiert
Auch im Bereich SEA und Remarketing schneiden die Schuhfilialisten schlecht ab: Nur die Hälfte von ihnen nutzt Google Adwords und nur 35 Prozent nutzen Remarketing zur Wiederansprache ihrer Kunden. In der Kategorie Webseite wird der geringe Fokus auf mobile Themen deutlich: Nur 50 Prozent der Schuhfilialisten bieten ihren Kunden eine mobile bzw. Responsive Webseite an, die abgestimmt ist auf Bedürfnisse von Smartphonenutzern. Sogar nur zwei Schuhfilialisten bieten ihren Kunden eine App.Die UDG hat die 20 größten Schuhfilialisten in Deutschland - nach Anzahl Filialen - untersucht, von denen acht Filialisten lediglich stationär und ohne eigenen Onlineshop vertreten sind. Erhebungszeitraum war Januar 2016. Untersucht wurden drei Hauptkategorien: Traffic, Website und Omnichannel. Unterteilt in Subkategorien wurden hier Kriterien wie Sichtbarkeit (SEO, Google Maps, AdWords), Webanalyse, E-Commerce, Filialsuche, Mobile Responsive Design, Click und Collect oder auch die Offline-Verfügbarkeit und Google Inventory Ads bewertet. Alle genannten Teilbereiche stehen in entscheidendem Maße für ein erfolgreiches Performance Marketing und wurden nach Relevanz gewichtet. Die Händler konnten maximal 100 Punkte erreichen.


