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E-Commerce-Studie: Wie die Deutschen im Netz Mode kaufen
09.01.2009 Eine aktuelle Studie im Auftrag von Yahoo bringt eine gute und eine schlechte Nachricht: Immer mehr Internetnutzer kaufen mittlerweile Modeartikel auch im Netz ein. Doch diese Onlineshopper sind nur bedingt markentreu. Wie Händler und Markenartikler von diesem Trend profitieren können, hat iBusiness zusammengestellt.
Die Hälfte der Befragten verbringt aus diesen Gründen zwischen einer und fünf Stunden pro Monat im Netz. Der unkomplizierte Preisvergleich von Bekleidung ist dabei für sie laut der Untersuchung ein Hauptgrund für die Internetnutzung. Besonders Frauen bekennen sich zur Schnäppchensuche. So informieren sich Onlineshopper im Netz über Modetrends:
| Informationskanal | Nutzungsanteil |
|---|---|
| Händlerseiten, Shops und Auktionsseiten | 30 Prozent |
| Suchmaschinen | 26 Prozent |
| Preisvergleichsportale | 20 Prozent |
Schlechte Nachricht für die Guccis dieser Welt: So stark das Preisbewusstsein bei den Befragten ausgeprägt ist, so gering scheint ihre Markenaffinität bei Modeartikeln in der Informationsphase zu sein: Rund drei Viertel gaben an, dass sie im Vorfeld einer Anschaffung noch keine Vorstellungen davon haben, von welcher konkreten Marke der Artikel sein soll, den sie kaufen möchten. Die Werbungtreibenden sind deshalb gezwungen, die Kaufentscheidung durch gezielte Online-Werbung in thematisch passenden Umfeldern für ihr Produkt zu beeinflussen. Das zeigt auch die Suchmaschinenwerbung für Damen- und Herrenmode. Wie eine exklusive iBusiness-Auswertung der Suchmaschinen-Analysten von Xamine zeigt, sind Hersteller und Händler bereits heute mit umfangreichen und teuren SEM-Kampagnen aktiv.
Freuen können sich der Yahoo-Studie zufolge dagegen Onlinehändler wie Otto.de oder Neckermann.de . Denn der Online-Versandhandel holt beim Kauf von Mode und Bekleidung auf, fanden die Marktforscher heraus. Wenn es um den Kauf von Bekleidung und Modeartikeln geht, liegt der stationäre Handel wie die großen Bekleidungshäuser (21 Prozent), Geschäfte, die nur eine Marke führen (20 Prozent), und die Kauf- und Warenhäuser (18 Prozent) in der Gunst der Kunden noch vorne. Allerdings belegt der Online-Versandhandel für Mode schon den vierten Platz, denn 15 Prozent der Befragten gaben an, dort häufig einzukaufen. Am liebsten tun sie das beim Auktionshaus eBay , wo 24 Prozent bereits einmal Bekleidung eingekauft haben, dicht gefolgt von den Online-Versandhäusern Quelle.de , Otto.de und Neckermann.de. Beliebte Ziele für den Einkaufsbummel im Netz sind auch die Internet-Shops der Modehersteller Esprit und H&M . Als Argumente für einen Einkauf im Internet sprechen in erster Linie die günstigen Preise, die Breite des Angebots, der bequeme Einkauf von Zuhause aus sowie die Lieferung der gekauften Ware nach Hause. Bei denjenigen, die Mode lieber im konventionellen Handel kaufen, war die fehlende Möglichkeit, die Artikel vorher anzuprobieren oder genau in Augenschein zu nehmen, der Hauptgrund, nicht im Internet einzukaufen.
Fazit: Schon jetzt spielt Online beim Informationsprozess und Kauf von Mode eine große Rolle. Künftig werde diese Bedeutung jedoch noch mehr steigen, sind sich Yahoo und Innofact sicher. Die Aussagen der Befragten zeigten, dass die Vorteile des Kaufs von Mode im Internet gegenüber dem stationären Handel klar gesehen würden. Daher sei davon auszugehen, dass der Kauf dieser Artikel über das Internet künftig weiter steigen werde. Die sei eine klare Chance für Markenartikler und Werbetreibende diese Zielgruppe auf den einschlägigen Modeumfeldern im Internet anzusprechen und für ihre Produkte einzunehmen. Allerdings zeigte im vergangenen Sommer eine Studie der Agentur Proximity , dass noch lange nicht alle Möglichkeiten der Kundenansprache genutzt werden. So würden Social Shopping und andere Innovationen von der Modebranche noch stiefmütterlich behandelt.
Auftraggeber Yahoo stellt die Studie 'Informations- und Kaufprozess bei Modeartikeln' zum Download bereit .
