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Studie: Fehlende Entschlossenheit der Unternehmen bremst digitale Transformation

07.03.2016 Dass die mangelnde Entschlossenheit in deutschen Chefetagen die digitale Transformation in Großunternehmen bedroht, zeigt jetzt eine Studie von der Digitalberatung Etventure   und der GfK Nürnberg  .

 (Bild: Magnus Manske / wikipedia.org)
Bild: Magnus Manske / wikipedia.org
Für die Studie Digitale Transformation und Zusammenarbeit mit Start-ups in Großunternehmen   wurden im Januar dieses Jahres 2.000 Großunternehmen in Deutschland mit einem Mindestumsatz von jährlich 250 Millionen Euro befragt. Interviewt wurden Vorstände, Geschäftsführer und Führungskräfte, die mit dem Thema der Digitalisierung in den jeweiligen Unternehmen befasst sind. Die zentralen Ergebnisse:
  • Die digitale Transformation hat bei der Mehrheit der deutschen Großunternehmen nicht oberste Priorität. Nur ca.35 Prozent haben "Digitalisierung" auf ihrer Top-3-Agenda. Gleichzeitig gibt aber zumindest jedes vierte Unternehmen an, dass der Stellenwert der digitalen Transformation im vergangenen Jahr "deutlich gestiegen ist".
  • Die Umsetzung der Digitalisierung wird durch die Verteidigung interner Strukturen, mangelnde Zeit und Erfahrung gehemmt. Zudem scheuen knapp 50 Prozent der Führungskräfte vor notwendigen radikalen Entscheidungen zurück. Das mit Abstand meist genannte Problem bei der Umsetzung der Digitalisierung ist mit 65 Prozent die Verteidigung bestehender Strukturen.
  • Bei weniger als 50 Prozent steuern die Vorstände oder Geschäftsführer selbst digitale Veränderungsprozesse. Dabei belegen die Daten der Studie eindeutig: Je stärker die Unternehmensleitung die Digitalisierung lenkt, desto häufiger werden erfolgreiche Ergebnisse in den Großunternehmen sichtbar. In 76 Prozent der Großunternehmen ist dagegen entweder die hauseigene Unternehmensentwicklung oder die IT-Abteilung für die Digitalisierung zuständig. Knapp die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) hat externe Dienstleister beauftragt.
  • Der überwiegende Teil der befragten Unternehmen (56 Prozent) hält eine Zusammenarbeit mit Start-ups für hilfreich. Jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) arbeitet bereits mit Start-ups zusammen. An einer Zusammenarbeit mit Start-ups interessiert Großunternehmen vor allem der verbesserte Zugang zu neuen Technologien (87 Prozent), schnellere und vermehrte Innovationen (85 Prozent) sowie das Lernen von Start-up-Methoden (81 Prozent). 71 Prozent nennen die schnellere Umsetzung von Piloten durch die Zusammenarbeit.
  • Unternehmen, die bereits mit Start-ups zusammenarbeiten, sehen sich doppelt so häufig "sehr gut" auf die digitale Transformation vorbereitet als diejenigen ohne Kooperation. Bei Unternehmen, die bereits mit Start-ups zusammenarbeiten, wird die digitale Transformation außerdem überdurchschnittlich häufig von der Vorstands- oder Geschäftsführungs-Ebene (61 Prozent) gesteuert.
  • Allerdings: Mangelndes Verständnis auf Seiten der Startups für Abläufe in Großunternehmen, zu unterschiedliche Sicherheitsanforderungen und zu unterschiedliche Unternehmenskulturen sind die meist genannten Probleme bei der Zusammenarbeit.
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