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Studie: Kinder nutzen Web 2.0 für reale Kontakt-Pflege

21.05.2008 Wie eine aktuelle Untersuchung jetzt zeigt, nutzen Kinder das Web 2.0 um bestehende reale Kontakt zu pflegen. Blogs und virtuellen Welten interessieren die jungen Nutzer hingegen kaum.

Kinder pflegen im Web 2.0 bevorzugt Freundschaften aus ihrem realen Umfeld, statt Kontakt zu unbekannten Nutzern aufzunehmen. Erst mit zunehmendem Alter steigt das Interesse an neuen Bekanntschaften im Web. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, die das Marktforschungsinstitut iconkids & youth   im Auftrag von SUPER RTL   erstellt hat. Zwar laden die Kinder eigene Bilder und Videos hoch, gestalten persönliche Homepages und eröffnen Chats - allerdings vorzugsweise innerhalb eines geschützten Raumes, den nur gute Freunde und Bekannte betreten dürfen.

Die befragten acht- bis elfjährigen wägen sehr genau ab, welche Informationen sie im Internet über sich preisgeben. Einen unreflektierten Umgang mit Medien könne man ihnen nicht unterstellen, konstatieren die Studienmacher. Zudem tauschen sich Kinder lieber in privaten Chatrooms aus, wo sie nicht von Fremden angesprochen werden können.

Blogs stoßen bei Kindern auf ebenso wenig Interesse wie virtuelle Welten wie Second Life  . Lieber schauen sich Kinder und Jugendliche Videos an. Während sich die Mädchen vornehmlich die neusten Videos ihrer Pop- und Film-Stars und harmlose Clips ansehen, stehen bei den Jungen Pannenvideos auf Kosten anderer hoch im Kurs. Sowohl Jungen als auch Mädchen sind aber weniger daran interessiert, sich selbst abzubilden, weil die Furcht vor der Blamage dominiert.

Für die Studie wurden 452 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren befragt, die das Internet mehrmals pro Monat nutzen.
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