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Studie: Social Networks dominieren Online-Nutzung bei Jugendlichen
26.03.2008 Mehr als 20 Stunden verbringen Kinder und Jugendliche einer britischen Studie zufolge pro Woche im Internet. Die meiste Zeit entfällt dabei auf Social-Networking-Sites. Von den Web-Aktivitäten ihrer Sprösslinge haben die Eltern meist keine Ahnung.
Die Beliebtheit von Social Networks variiert weltweit allerdings noch recht stark. So nutzen 53 Prozent der kanadischen Kinder mit Internetzugang Social Networks, während der Anteil in Großbritannien bei 39 und in den USA bei 34 Prozent liegt. In Deutschland sind es laut Ofcom Report vom Dezember 2007 bislang nur 12 Prozent.
Kinder geben in solchen Netzwerken zu viele persönliche Daten heraus. So belegt eine Jugendstudie von Komjuniti aus dem Februar 2007, dass Nutzer von Communities im Vergleich zu Nichtnutzern im Alltag durchschnittlich 17 Prozent mehr Daten von sich preisgeben (iBusiness berichtete). Kinder- und Jugendschutzmechanismen greifen dabei noch zu kurz, bemängeln Experten. Zwar gebe es in der Regel in den Schulen nur limitierten Internetzugang. Auch hätten die meisten Plattformen Mindestaltersbeschränkungen. Allerdings wüssten die Jugendlichen beides zu umgehen.
Weitere Ergebnisse der IPPR-Studie: Vier von fünf Kindern zwischen fünf und 15 Jahren haben zu Hause Zugang zum Internet. 40 Prozent der Acht- bis Elfjährigen sagen, sie surfen alleine und ohne Aufsicht durch das Web. Bei den Zwölf- bis 15-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 71 Prozent. Nahezu die Hälfte aller Kinder (49 Prozent) zwischen acht und elf Jahren besitzen ein eigenes Handy. Bei den 12- bis 15-Jährigen sind es 80 Prozent.
Im Handy haben deutsche Jugendliche durchschnittlich 86 Telefonnummern gespeichert, in verschiedenen Social Communities haben sie etwa 55 Freunde. Damit liegen die deutschen Kids leicht unter dem internationalen Durchschnitt, der bei 94 Kontakten im Mobiltelefonspeicher und 86 Freunden in Web-Gemeinschaften liegt, hat eine weltweite Studie von MTV Networks und Microsoft ermittelt.
