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ProSiebenSat1-Chef: "Online ist die Hauptgefahr"

02.07.2007 Prosiebensat1 macht Europas TV-Riesen mit der Übernahme der Senderkette SBS mächtig Konkurrenz. Der Sender-Chef allerdings fordert seine Konkurrenz zu Zusammenhalt auf. Denn die größten Wettbewerber sieht er im Internet.

Der Kölner Privatsender RTL   ist nicht länger der größte Wettbewerber zu Prosiebensat1  . Die größte Konkurrenz sieht der Sender-Chef Guillaume de Posch in Google   mit seiner Tochterfirma Youtube  .

"Wenn wir es nicht schaffen, uns in Europa zusammenzuraufen, dann werden wir uns noch wundern, wie sehr uns die Amerikaner zusetzen", warnt er. In einem Interview gegenüber der Welt am Sonntag   erklärt de Posch, dass die Internet-Übertragungsgeschwindigkeiten derzeit zwar noch zu niedrig seien, aber wenn sie hoch genug sind, würde das Internet zur echten Konkurrenz für TV-Kanäle. Das sei nur eine Frage der Zeit: "Dann werden sich viele ihr Programm selbst zusammenstellen und ihre Lieblingsserien gucken, wann es ihnen passt", beschwert er sich.

Deshalb will er "die gleichen Skaleneffekte erzielen" und seine Programme "auch im Internet anbieten." De Posch geht davon aus, dass in zehn Jahren herkömmliches TV und Internet-TV nebeneinander geben wird, aber auch eine neue Art der Fernsehnutzung über Handys oder iPods. "Gewinnen werden die Anbieter, die die besten Inhalte haben."
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