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Digitalstrategie: ARD macht die Tagesschau mobil
20.06.2007 Die ARD hat heute ihre Digitalstrategie vorgestellt: Die Pläne reichen von HDTV und Handy-TV bis hin zu einem Onlineportal mit kostenlosen Audio- und Videoinhalten.
Die ARD plant zur Internationalen Funkausstellung (IFA) Anfang September auch den Start von einem über die Homepage ARD.de frei zugänglichen Audio- und Videoportal: Fernseh- und Hörfunkinhalte der ARD und ihrer Landesrundfunkanstalten sollen hier Inhalten für einen Zeitraum von sieben Tagen nach der ersten Ausstrahlung im Fernsehen oder Radio kostenfrei zum Abruf bereitstellen.
"Die Rundfunkgebühr wird in der digitalen Medienwelt zur Content-Flatrate für Qualitätsinhalte", erklärt der ARD-Vorsitzende Fritz Raff . Zentrale Aufgabe der ARD in einer immer kommerzialisierteren Welt mit unzähligen Content-Angeboten sei es, den Bürgern Qualität, Orientierung und Verlässlichkeit zu bieten: "Trotz zunehmender Individualisierung und Nischenbildung wird sich die ARD mit den Themen auseinandersetzen, die unsere Gesellschaft als Ganzes angehen."
Mit der Digitalisierung will die ARD verstärkt jüngere Zielgruppen gewinnen."Die stark ansteigende Nachfrage nach den Podcast-Angeboten der ARD zeigt, dass selbst anspruchsvolle Kulturbeiträge jüngere Zielgruppen erreichen, wenn die Inhalte im Internet abrufbar sind", sagt Raff.
Den Einstieg in das hoch auflösende Fernsehen HDTV plant die ARD gemeinsam mit dem ZDF für 2010. Premiere soll bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver im Februar 2010 sein. Im Anschluss daran will das Erste simulcast in HD über Satellit senden. In den Folgejahren will die ARD der Marktentwicklung entsprechend weitere ARD-Programme in HD-Qualität ausstrahlen. Gleichzeitig sollen ARD-Programme und -Inhalte zunehmend auch über Handy-TV empfangbar sein.
Die ARD-Intendanten wollen außerdem das öffentlich-rechtliche Profil der drei Digitalkanäle der ARD schärfen: EinsExtra soll sich zu einem Informationsprogramm mit verlässlichem Nachrichtenangebot für alle Nutzungsformen und Verbreitungswege weiter entwickeln. EinsPlus soll sich als Ratgeber-, Service- und Wissenskanal profilieren. Und EinsFestival soll sowohl in seinen Reportageformaten als auch im fiktionalen Bereich verstärkt ein jüngeres und bildungsaffines Publikum ansprechen. Die Fortentwicklung der Digitalkanäle folge der Devise "Umbau statt Ausbau", betonte der ARD-Vorsitzende.
