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Mobile Payment: Otto stellt Yapital ein

25.11.2015 Bereits Anfang des Jahres machten Meldungen die Runde, Ottos Bezahldienst Yapital sei ein Flop. Nun ist es Gewissheit: Der Handelskonzern Otto   stellt seinen mobilen Payment-Dienst Yapital   ein.

 (Bild: Yapital)
Bild: Yapital
Yapital wird mit Wirkung zum 31. Januar 2016 vom Endkundenmarkt genommen, soll aber als EGeld-Institut im B2B-Geschäft präsent bleiben. Mit dem Payment-System, das Otto im Sommer 2013 launchte, wollten die Hamburger das erste europaweite Crosschannel-Payment-System, mit dem sowohl online als auch über das Smartphone im Laden bezahlt werden kann, verwirklichen. Yapital setzte beim mobilen Bezahlen an der Kasse auf QR-Codes, die mittels Smartphone eingescannt werden.

Obwohl Otto viele Partner aus dem Einzelhandel für seinen Bezahldienst gewinnen konnte, wurde es auf Verbraucher-Seite nicht angenommen. Gegenüber der Lieblings-Payment-Methode der Deutschen, dem Bargeld, bringt M-Payment kaum Vorteile, aber einige Nachteile mit sich (iBusiness berichtete hier und hier). Bis zuletzt sei man optimistisch gewesen, "aber leider hat es letztlich nicht gepasst", sagt Marc Berg , Geschäftsführer von Yapital. Die Geschäftsentwicklung, "vor allem die Entwicklung der Endkundenzahl ist in diesem Bereich zum aktuellen Zeitpunkt schlicht nicht kalkulierbar. Bereits vor drei Jahren sprach man vom Mobile-Payment-Durchbruch, und dennoch gibt es heute laut Studien gerade mal 200.000 Nutzer in Deutschland."

Im Zuge dieser Entscheidung   werden die bestehenden Yapital-Konten auf Nutzer- und Händlerseite bis Ende Januar 2016 aufgelöst. Der Hamburger Yapital-Standort wird aufgegeben. Am Luxemburger Standort soll der Geschäftsbetrieb von Yapital als E-Geld-Institut mit einer deutlich reduzierten Zahl von Mitarbeitern aufrecht erhalten werden. Die Otto Group prüft Anschlussbeschäftigungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern.
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