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Studie: Handynutzer haben kaum Interesse an mobilem Internet
09.03.2007 Nur etwas mehr als jeder zehnte deutsche Mobilfunkkunde ist auch mobil im Internet unterwegs. Mit billigeren und übersichtlicheren Tarif-Modellen könnten Mobilfunkprovider einer aktuellen Studie zufolge aber das Interesse am mobilen Web deutlich steigern.
Andere Online-Angebote außerhalb dieser WAP-Portale wie etwa Spiegel Online besuchen ebenfalls nur 14 Prozent der deutschen Mobilfunkkunden. Im Vergleich zu Westeuropa fällt die Internetnutzung mittels mobiler Endgeräte in Deutschland dennoch überdurchschnittlich hoch. So nutzen in Westeuropa im Schnitt nur zehn Prozent der Mobilfunkkunden mobiles Internet.
Viele der Befragten haben kein Interesse an mobilem Internet, da ihnen die Onlinenutzung am PC vollkommen ausreicht. 39 Prozent der Mobilfunkkunden nutzen kein mobiles Internet wegen den zu hohen Kosten. Dennoch hat das mobile Internet der Studie zufolge Wachstumspotenzial. Für 17 Prozent der befragten Mobilfunkkunden ist die Nutzung öffentlicher Seiten per Internet interessant. Auch MCommerce-Dienste werden der Studie nach zunehmend attraktiv: 17 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, zukünftig Bankgeschäfte über das Handy abzuwickeln. Auch das Bezahlen von Rechnungen per Handy ist für viele Mobilfunkkunden (18 Prozent der Befragten) eine interessante Option.
Um das mobile Internet attraktiver zu machen, müssen Mobilfunkprovider der Studie nach unbedingt billigere Tarife anbieten. Viele Konsumenten können der Befragung zufolge bei einer Abrechnung nach Zeit oder Datenmenge die Kosten nicht richtig einschätzen und scheuen daher eine intensivere Nutzung. 43 Prozent der Nutzer von öffentlichen Internetseiten wünschen sich daher eine Flatrate. "Handynutzer müssen mehr an die neuen Anwendungen herangeführt werden und der Zugang sollte ihnen so leicht wie möglich gemacht werden", rät Robert Wieland, Geschäftsführer von TNS Infratest.
Für die Studie "Global Tech Insight 2006" wurden insgesamt 16.000 Mobilfunknutzer im Alter von 16 bis 49 Jahren im Juli 2006 in 29 verschiedenen Ländern befragt.
