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AOL: 'Kündigungen, aber keine Massen-Entlassung'
18.12.2006 Gegenüber der iBusiness-Redaktion dementiert AOL jetzt Medienberichte, nach denen der Online-Anbieter mehr als die Hälfte seiner aktuellen Belegschaft entlassen will. Zu Kündigungen wird es voraussichtlich aber dennoch kommen.
Nordlohne verrät im Gespräch mit der iBusiness-Redaktion, dass der Online-Anbieter jetzt sein Portal-Geschäft neu strukturieren wird. Dabei werden laut dem Unternehmen "alle Optionen geprüft". Fest steht daher anscheinend, dass es doch zu Entlassungen kommen wird. Nordlohne bestätigt diese Vermutung im Gespräch indirekt: "Wieviele Stellen abgebaut werden, lässt sich derzeit noch nicht sagen."
Im September hatte Hansenet , ein Tochterunternehmen von Telecom Italia , das Zugangsgeschäft von AOL übernommen. Damals waren bereits rund rund 1.250 Mitarbeiter von AOL zu Hansenet gewechelt.
AOL hat in der Vergangenheit stets Entlassungen dementiert. Zuletzt im August 2006, als AOL eine Reuters-Meldung über den Stellenabbau bei dem Internet-Dienstleister eine "Fehlinterpretation" nannte. Meldungen über Entlassungen in Europa und Deutschland seien "reine Spekulation", so die Hamburger AOL-Zentrasle damals. Zu der Zeit berschäftigte AOL Deutschland noch 1.500 Mitarbeiter.
