Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Multichannel-Retailing: Die vier Herausforderungen der Handelslogistik
23.03.2012 Steigende Transportkosten bleiben ein Dauerthema in der Handelslogistik. Die menschliche Arbeitskraft rückt verstärkt in den Fokus aller Bemühungen und Multichannel-Retailing beeinflusst in zunehmendem Maße die Handelslogistik, so eine Studie des EHI . Diese identifiziert die vier Herausforderungen der Handelslogistik der Zukunft:
- Transportkosten als Dreh- und Angelpunkt in der Lieferkette:
- Menschliche Arbeitskraft wird knapper:
- Multi Channel Retailing:
- Beschaffungslogistik bleibt ein spannendes Thema:
Steigende Kosten im Transport führen nach wie vor die Liste der wichtigsten ökonomischen Rahmenbedingungen im Handel an, ebenso bei den Herstellern. Bei letztgenannten nehmen sie gemeinsam mit dem demografischen Wandel die Führung im Ranking ein. Bei den Händlern stufen 98 Prozent der befragten Logistiker die Transportkosten als sehr wichtig oder wichtig ein, bei den Herstellern sogar 100 Prozent. Beide Seiten warten dringend auf die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien zur Serienreife. Im Handel werden dafür bereits heute insbesondere Maßnahmen zur Optimierung der Rampenkontakte (bei 74 Prozent) und zur Zeitfenstersteuerung im Wareneingang (bei 69 Prozent) umgesetzt.
95 Prozent der teilnehmenden Händler, 96 Prozent der Hersteller und alle teilnehmenden Logistikdienstleister setzen auf Weiterbildung von Mitarbeitern als wichtigste Maßnahme, um die Qualität des Logistikpersonals zu erhalten. Die demografische Entwicklung und zunehmender Mangel an logistischen Fachkräften hinterlassen im Konsumgüterbereich bereits nachhaltige Spuren. Körperliche Belastungen müssen durch eine ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen oder die Organisation von Gesundheitsprogrammen auf ein Minimum reduziert werden. Und da gute Logistiker knapp und teuer sind, werden sie über die Flexibilisierung der Arbeitszeiten möglichst ressourcenoptimiert eingesetzt.
Immer mehr Händler bieten einen Teil oder das gesamte Sortiment auch über Online-Plattformen an. Die Logistik hinter diesem zusätzlichen Vertriebskanal verlangt jedoch unterschiedliche Prozessabläufe. Die Studie zeigt, dass sich Hersteller und Händler tendenziell für unterschiedliche Modelle entscheiden. Die Mehrheit der der teilnehmenden Hersteller (59 Prozent) planen, den Online-Handel in bestehende Lagerstandorte zu integrieren, während die Handelsunternehmen mehrheitlich das Outsourcing der Logistik für das e-Commerce-Segment bevorzugen (55 Prozent). Dieser Trend wird für deutliche Umstrukturierungen in der Branche und somit in der Logistik sorgen.
Die vom Handel organisierte Beschaffungslogistik wird weiterhin einen Streitpunkt mit der Industrie liefern. 60 Prozent der befragten Handelsunternehmen setzen Beschaffungslogistik aktiv ein, ca. 21 Prozent planen es für die Zukunft und19 Prozent sehen keine Maßnahmen vor. Dieses Instrument ist andererseits nicht ohne weiteres bei Lieferanten durchzusetzen. Denn "nur" 35 Prozent der befragten Hersteller gaben an, bei der Versorgung des Handels darin eingebunden zu sein.
Die Trendstudie Handelslogistik wurde in Form einer Online-Erhebung durchgeführt. Befragt wurden 71 Logistikspezialisten aus Deustchland, Österreich und der Schweiz.
