Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Es ist Zeit für mobile SEO
13.11.2008 Das mobile Internet kommt - darin sind sich alle einig! Eric Schmidt, CEO von Google, prognostizierte bereits, dass das Keywordgeschäft in der mobilen Suche größer werde, als in der stationären Suche. Deshalb werde es Zeit sich mit der mobilen Suchmaschinenoptimierung auseinanderzusetzen, fordern die erste Experten.
Neidhöfer zufolge wurden in diesem Jahr deutlich mehr Kaufabschlüsse generiert, als noch im Vorjahr. "Wie auch im stationären Web läuft die Suche im mobilen Internet über die Suchmaschinen, die ihre Dienste inzwischen auch mobil anbieten. Logische Folge ist daher der Optimierungsbedarf hinsichtlich der jeweiligen mobilen Seiten", argumentiert Neidhöfer. Er rät Unternehmen jetzt aktiv zu beginnen sich mit mSEO auseinander zusetzen: "Da insbesondere in Deutschland mSEO noch am Anfang steht, lassen sich hier eindeutige Wettbewerbsvorteile erzielen. Die Konkurrenz im mobilen Web ist derzeit noch gering.". Neidhöfer ist sich sicher, dass jetzt operierende Unternehmen "die Visibilität ihrer Marken, Produkte und Services mit geringem Aufwand erhöhen und somit auch deutliche Umsatzsteigerungen realisieren."
Oliver Klug, Unternehmenssprecher Google ist der Ansicht, dass das mobile Internet auf Grund des iPhones und anderer mobiler Geräte für die Nutzer schon längst zum Alltag gehört. "Viele Webseitenbetreiber haben das aber noch nicht für sich erkannt", kritisiert er. "Insofern können wir nur raten, die Websites so schnell wie möglich für die mobile Darstellung zu optimieren."
Auch Heiko Eckert , Strategic Consultant bei Bigmouthmedia empfiehlt dringend, jetzt die Websites auf mobile Endgeräte vorzubereiten. Surfen Nutzer eine Seite mobil an, die nicht nutzbar ist, sind sie enttäuscht und werden die Seite nicht mehr aufrufen. "Das ist ein Branding-Problem", gibt Eckert zu bedenken. Eckert sieht drezeit in Deutschland drei Anwendungsbereich, die Nutzer mobil aufrufen: Social Networking, Nachrichten & Unterhaltung und die mobile Suche. Wer in diesem Bereich Websites betreibt, sollte unbedingt mobiles SEO durchführen. Für alle anderen Seiten sei eine pauschale Aussage schwierig. Generell rät er jedoch "zumindest eine Landingpage für mobile Endgeräte anlegen, um keinen Nutzer zu verärgern."
Heiko Riffeler , Unternehmenssprecher YOC AG , rät Websitebetreibern und Unternehmen, die jetzt ein mobiles Portal starten, ebenfalls sofort mit der Optimierung für Suchmaschinen beginnen. "Nur ein Portal, das über Suchmaschinen gefunden wird, kann schnell Traffic aufbauen. Das gilt Online wie mobile gleichermaßen", erklärt er gegenüber iBusiness. Idealerweise werde SEO bereits bei der Konzeption und der technischen Umsetzung berücksichtigt. "Einfache SEO Maßnahmen sind keine Kür sondern Pflicht für professionelles Portalmanagement", mahn Riffeler.
Die Herausforderung bei der mobilen Suche ist die kleine Displaygröße der Endgerät und die deutlich weniger präsentierten Suchergebnisse. Damit wird Suchmaschinenoptimierung in mobilen Bereich künftig eine noch wichtigere Rolle spielen. So hat beispielsweise Google für das mobile Web 'Google mobile'. Die Google Mobile-Suche crawlt und indiziert bevorzugt Websites, die speziell für Mobiltelefone und mobile Geräte konzipiert sind. Pelle Boese , ebenfalls Yoc AG und Betreiber des Blogs Mobile SEO sieht zwischen zwischen herkömmlicher SEO und Mobile SEO keine Unterschiede. "Speziellen Methoden für die Optimierung mobiler Seiten sind bekannt, deshalb sollte man sich hier auf jeden Fall an die altbewährten Methoden aus dem Web halten", rät der Fachmann. Allerdings gibt er zu bedenken, dass die Nutzer im mobilen Web meist nur mit einem Wort suchen und keine langen Suchkriterien eingeben. Daher sollten Websitebetreiber bei der Suchmaschinenoptimierung beachten, die Site möglichst auf ein Wort zu optimieren. Außerdem sollten die mobilen Websites in XHTML geschrieben sein.
Heiko Eckert sieht zwei Alternativen, Websites mobil anzubieten: Eine CSS-Design-Weiche und eine komplette zusätzliche Seite. Bei der CSS-Design-Weiche wird in jeder Unterseite eine Css-Design-Datei für jedes Endgerät eingebunden:
"< link rel="stylesheet" type="text/css" href="screen.css" media="screen" />"
"< link rel="stylesheet" type="text/css" href="handheld.css" media="handheld" />"Herkömmliche Browser laden somit die Screen-CSS, mobile-browser die Handheld-css. Häufig machte es jedoch Sinn, die komplette Website auf eine zusätzliche Domain auszulagern. " Hierbei hat sich die Subdomain 'm' zum quasi-Standard etabliert (m.facebook.com, m.yahoo.de) und hat eine höhere Usability bei der Eingabe als die eigentlich gedachte Top-Level-Domain '.mobi'", erklärt der Fachmann. Zudem müsse man bei mobilen Seiten sehr auf die Usability der Endgeräte achten, zum Beispiel weniger Bilder, geringe Ladezeiten, weniger Menüpunkte, oder größere Schrift, aber auch dass Google die Seiten nicht als Duplicate-Content der Hauptseite betrachtet.
Ganz anders sieht das Markus Hövener , Geschäftsführer Bloofusion "Derzeit ist es meistens nicht ratsam eine separate mobile Website zu erstellen, weil sie bei der mobilen Suche nicht bevorzugt gelistet wird", erklärt er im Gespräch. In der Regel ranke Google auch bei der mobilen Suche nach den Verlinkungen einer Seite, und bevorzugt dann die normale Website. Er rät Unternehmen "bevorzugt darauf zu achten, dass die eigene(n) Website(s) auch mobil gut zu lesen sind."
Laut einer Studie der Marktforscher von IDC steigt die Zahl der mobilen Internetnutzer bis 2012 weltweit auf 1,5 Milliarden. Bis Ende 2008 sollen es knapp 550 Millionen sein. Die 'Telekommunikations-Marktstudie 2008' belegt, dass im laufenden Jahr die Datenumsätze für mobiles Internet in Deutschland um mehr als ein Zehntel gewachsen sind.
