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Mobile SEO: Wie Marken die drei häufigsten Fehler vermeiden
05.09.2016 Mit mobiler Suchmaschinenoptimierung sollte inzwischen jeder erfahrene Marketer vertraut sein. Laut Google werden mehr als 50 Prozent aller Suchanfragen über ein mobiles Gerät getätigt - Tendenz steigend. Trotz des eindeutigen Trends, weg von Desktop und hin zu Mobile, stellt die Mobile SEO viele Marketer regelmäßig vor neue Herausforderungen. Drei Stolpersteine und wie man sie umgeht.
- Unternehmen gehen nicht auf mobile Nutzer ein
Eine der zentralen Fragen, die Marketer sich im Rahmen ihrer SEO-Aktivitäten stellen müssen, ist: Was möchte der Nutzer eigentlich, wenn er etwas in eine Suchmaschine eintippt? Was banal klingt, ist für die meisten Marketingzuständigen in Wirklichkeit schwierig zu beantworten.
Es setzt voraus, dass man den Unterschied zwischen mobilen Suchanfragen und denen, die über Desktop kommen, kennt. Auf mobilen Geräten sind die Suchbegriffe beispielsweise meist länger, es werden andere Keywords verwendet und die Sprachsuche spielt eine große Rolle. Auch geografische Aspekte werden oft nicht berücksichtigt: Mobile Suchanfragen sind häufig lokale Suchanfragen, weil sie unterwegs getätigt werden.
Die obersten Suchergebnisse in den SERPs sind mobil noch wichtiger, da sie aufgrund der meist kleineren Bildschirmgröße "above the fold" angezeigt werden und die Ergebnisse schneller gelesen werden.
- Usability lässt zu wünschen übrig
Um die User langfristig auf einer mobilen Seite zu halten, ist es unbedingt notwendig, die Nutzung so einfach und reibungslos wie möglich zu gestalten. Es gibt drei Möglichkeiten zur technischen Umsetzung von mobilem Content:
- Responsive Design (hier wird nur das Design angepasst),
- Dynamic Serving (verschiedene Inhalte für verschiedene Endgeräte)
- oder klassische mobile Subdomains - so weit die Theorie.
Bei Mobile SEO müssen unterschiedliche Displaygrößen und Bedienelemente berücksichtigt werden, Inhalte müssen kompatibel sein und Weiterleitungen ausnahmslos funktionieren. Ladezeiten sollten durch die Komprimierung von Bildern und Schriften verkürzt und unnötige Downloads vermieden werden. Die reine Anpassung des Designs, nicht aber der Inhalte, ist nicht ausreichend.
- Fehlende Einbindung in die Customer-Journey-Analyse
Die Verlagerung der Web-Nutzung auf viele verschiedene Endgeräte - Desktop, Tablet, Smartphone, Wearables - bedeutet erschwerte Bedingungen für eine fundierte Customer-Journey-Analyse. Vor allem das Cross-Device-Tracking stellt aktuell noch eine große Herausforderung für Marketer dar: Um die Customer Journey präzise nachverfolgen zu können, müssen die User eindeutig identifiziert und den mobilen Geräten zugeordnet werden. Nur so können mobile Inhalte den Nutzergewohnheiten entsprechend optimiert und angepasst werden.
Wie viele andere Disziplinen im Onlinemarketing ist auch die Suchmaschinenoptimierung ein ständiger Prozess. Neue Trends und Bedingungen am laufenden Band bedeuten, dass die SEO-Strategie ebenso ständig aktualisiert werden muss. App Deep Linking, AMP oder iBeacons sind nur einige von vielen Möglichkeiten, das mobile Nutzererlebnis zu verbessern.
Filip Grizelj ist Geschäftsführer bei der Online-Marketing-Agentur Eviom für Vertrieb, Innovationsmanagement und Trendscouting.

