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Deutscher Wearables-Markt wächst um 177 Prozent
02.12.2014 Bis Jahresende wird nach einer Handelsumfrage der Umsatzerlös in Deutschland für intelligente, tragbare Produkte etwa 466 Millionen Euro betragen, so die Prognosen. Das entspricht einem Wachstum von 177 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die befragten Händler gehen davon aus, dass der Markt zum Weihnachtsgeschäft sogar noch einmal kräftig zulegen wird - Smartwatches & Co. erweisen sich als beliebtes Weihnachtsgeschenk.
Etwa 965.600 Wearables, also Smartwatches, Fitness-Tracker, intelligente Kleidungsstücke, mobile medizinische Geräte und Datenbrillen, werden nach Händlermeinung über den Ladentisch gehen. Mit das größte Wachstum in 2014 machen die Händler bei den Smartwatches aus: Um 614,5 Prozent - von zirka 75.000 in 2013 auf etwa 540.000 Stück - werden die Verkaufszahlen steigen.
Im Weihnachtsgeschäft, das die sechs Wochen vor Jahresende umfasst, bedeutet das insgesamt einen Umsatzertrag von 126,17 Millionen Euro gegenüber 45,15 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einer Zunahme von fast 180 Prozent. Über das ganze Jahr 2014 verteilt werden voraussichtlich sogar 3,59 Millionen Wearables abgesetzt. Damit ist Deutschland unter den vier untersuchten Ländern mit fast 70 Millionen Euro Vorsprung in puncto Umsatzerlös eindeutig führend. Auf Rang zwei folgt das Vereinigte Königreich (395,45 Millionen Euro) vor Spanien (198,99 Millionen Euro) und den Niederlanden (105,30 Millionen Euro).
Ein starker Faktor für Wearables ist ein wachsendes Fitness-Bewusstsein in der Gesellschaft. Insbesondere die Gruppe der Early Adopter nutzt bereits die verschiedensten Gesundheits-, Sport- und Fitness-Tracker, die gewöhnlich am Hand- oder Fußgelenk getragen werden. Diesen Trend belegt auch eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) , bei der 1.000 Konsumenten nach ihren Erwartungen an Smartwatches und Fitness-Tracker befragt wurden: Vor allem Fitness-Tracking-Systeme wünschen sich die Deutschen von Smartwatches: Für ein Viertel (25 Prozent) der Befragten hatte diese Funktion oberste Priorität. Etwa die Hälfte der Konsumenten (47 Prozent) würde zudem eine Smartwatch mit eigener SIM-Karte wie die Samsung Gear S bevorzugen. Insgesamt 73 Prozent der Befragten ziehen in Erwägung, Wearables zu tragen und zu nutzen.
Die Umfrage wurde von Smartwatch-Anbieter Samsung in Auftrag gegeben und vom Marktforschungsinstitut CRR im September 2014 durchgeführt. Dazu wurde ein Querschnitt der 50 größten Handelshäuser und -ketten pro Land telefonisch zu den Verkaufsprognosen für die Wearable-Kategorie im Jahr 2014 im Vergleich zu 2013 befragt. Zu den Händlern gehörten sowohl Elektrofachmärkte, Kaufhausketten, Warenhäuser, Mobilfunkläden und große Supermarktketten, die jeweils 20 Prozent des jeweiligen Technologiemarktes ihres Landes repräsentieren.
