Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Besser überleben im Sommerloch: Was Shopbetreiber jetzt tun können
29.07.2016 Das ECommerce-Sommerloch 2016 ist tiefer als im Vorjahr, zeigt eine iBusiness-Analyse. Unsere Checkliste gibt zwölf Tipps, wie man jetzt gegen sinkende Umsätze gegensteuert.
HANDLUNGSRELEVANZ
|
|
Operativ |
Strategisch |
Visionär |
|
Technik |
|
|
|
|
Medien |
|
|
|
|
Wirtschaft |
|
|
|
|
|
heute |
morgen |
übermorgen |
Allerdings fallen zumindest für den Präsenzhandel "die Auswirkungen dieser Sommerferien erstaunlich gering aus", wie Ferdinand Fichtner , Konjunkturforscher am DIW Berlin bereits 2015 festgestellt hat.
Für den Onlinehandel gilt das hingegen nur eingeschränkt. Preisvergleicher Billiger.de sieht nach Analyse seines eigenen Traffics für Juni, Juli und August ein tiefes Sommerloch. Die ECommerce-Verantwortlichen reagieren darauf: Sie machen weniger Onlinewerbung, wie aus unserer SEA-Analyse hervorgeht. Dafür haben wir die Zahl der auf Google mittels Adwords beworbenen Domains ermittelt, deren Anzeigentext und/oder Domainname darauf schließen lässt, dass es sich um ein ECommerce-Angebot handelt. Das Ergebnis ist eindeutig:
Hier erkennt man, dass es im Jahr 2015 überhaupt kein Sommerloch gegeben hat: Von Mai bis September bewegte sich die Zahl der beworbenen Onlineshops kontinuierlich bei rund 35.000. Doch die Zahlen, die wir mittels dem Service The OverSEA von Xamine für das Jahr 2016 ermittelt haben, zeigen ein anderes Bild. Nach dem Absturz im März (der auf Googles Reduktion der Adwords-Plätze zurückzuführen ist), fällt die Zahl der beworbenen ECommerce-Domains seit Mai kontinuierlich.
Das 2016er ECommerce-Sommerloch, bestehend aus schlechterem Wetter, Shop-Konzentration und sinkenden Renditen endet spätestens mit dem August. Ab Mitte August zieht in der Republik das Leben ja schon wieder an - und die Dmexco kündet dann endgültig das Ende der ruhigen Sommerzeit an. Was Sie in der Zwischenzeit tun können:
1. Keine Ferien für das EMail-Marketing
Einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge lesen und beantworten 48 Prozent der Berufstätigen ihre E-Mails auch im Urlaub. Und immerhin rund jeder Fünfte macht während der Sommerzeit überhaupt keinen Urlaub, ist daher also ohnehin erreichbar. Grund genug, nicht auf den Newsletter und andere Mailings zu verzichten. Hinzu kommt: Eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Emnid hat ergeben, dass viele Entscheider sich ganz bewusst Projekte und Ideen mit in den Urlaub nehmen, für die ihnen im stressigen Alltagsgeschäft oft die Zeit fehlt. Wenn Sie Ihre Leads und deren Interessen kennen, können Sie mit dem richtigen Content also vielleicht gerade zu diesem Zeitpunkt einen wichtigen Impuls geben.2. Schaffen Sie besondere Kaufanreize
Tägliche Sonderaktionen mit Preisen abhängig von der Außentemperatur schaffen Platz im Lager. Auch Special Events wie die Suche nach dem Sommerloch mit Zehn-Prozent-Rabatt-Coupon lassen Kunden durch den eigenen Shop klicken. Dreingaben zur Bestellung, die thematisch zum Sommer oder zum Shop passen, beispielsweise USB-Ventilatoren, Strandtücher oder Kühltaschen können ebenfalls zum finalen Klick auf den Kauf-Button motivieren.3. Trimmen Sie Ihr Sortiment auf Hochsommer
Nehmen Sie passend zu Saison und Wetterlage ergänzende Produkte in ihr Sortiment auf, die den spontanen Bedarf der daheim gebliebenen Shopper decken und begleiten sie diesen Schritt mit entsprechenden Online-Kampagnen. Schließlich sind Online-Werbeplätze in den Sommermonaten auch günstiger zu bekommen als in der restlichen Saison. Durch Aktualität, Kreativität und Service lassen sich Kunden vom Wettbewerb weglocken und an die eigene Marke binden. Auch der Rest des Sortiments ist in der weniger arbeitsintensiven Sommerzeit einen genaueren Blick wert: Identifizieren Sie wenig rentable Artikel und ersetzen Sie sie durch attraktivere.4. Zeigen Sie mit Ihrer Marke stationäre Präsenz
Marken müssen im Sommer dorthin, wo die Kunden sind: an den Strand, die Beachclubs, Bahnhöfe oder Flughäfen. Mittel zum Zweck sind beispielsweise QR-Code-Walls oder Pop-up-Stores, die neben dem Sortiment auch noch eine sommerliche Überraschung wie Eis, kühle Getränke oder einen Pool bieten.5. Die ganz wichtigen Themen und heißen News müssen warten
Sie haben das ultimative Produkt entwickelt oder ein einzigartiges neues Service-Angebot, auf das die Branche gewartet hat? Solange Sie die Sommerzeit nicht bewusst als Beta-Phase nutzen wollen, warten Sie mit Ihrer großen Kampagne, bis die Urlaubszeit vorbei ist.Und dann vielleicht noch ein bis zwei Wochen länger, bis die aufgetürmten Arbeitsstapel annähernd abgearbeitet sind. Nutzen sollten Sie die Zeit davor allerdings, um die große Neuigkeit schon einmal anzuteasern und Ihre Kontakte neugierig zu machen. Damit haben Sie eine gute Chance, dass Ihre Nachricht zumindest bereits im Hinterkopf Ihrer Interessenten verankert ist.
5. Setzen Sie auf den mobilen Kanal
Wenn Ihre Kunden im Sommer nicht zuhause anzutreffen sind, müssen Sie ihnen wenigstens mobil beste Voraussetzungen bieten, bei Ihnen einzukaufen. Wie wäre es mit Spezialangeboten für Biergarten, Kleingarten oder Beachstrand?Sommerloch : Wir belegen seine Existenz.
6. Jetzt planen, testen und optimieren: Weihnachtsgeschäft und Jahresbudget-Verhandlungen stehen schon vor der Tür
Sollten Sie so etwas wie ein innerbetriebliches Sommerloch ausmachen können, nutzen Sie dieses produktiv, etwa für umfassende Analysen, AB-Tests und Optimierungen. Das sollten Sie natürlich ohnehin kontinuierlich tun, aber falls Ihnen im Alltagsgeschäft dafür die Zeit fehlt, ist jetzt die passende Gelegenheit. Außerdem können Sie - je nach Branche - jetzt schon Ihre Content-Planung für das Weihnachtsgeschäft in Angriff nehmen, bzw. überlegen, mit welchen Angeboten Sie bei Ihren potenziellen und bestehenden Kunden punkten können, wenn dort in Q4 die Planung fürs kommende Jahr ansteht.7. Den Content im Onlineshop überarbeiten
In einer hektischen Zeit sind Produktbeschreibungen und -bilder im Shop oft die letzten Punkte, die einer gründlichen Überarbeitung unterzogen werden. Dennoch ist die Produktpräsentation essenziell, um gegenüber der Konkurrenz im Netz die Nase vorn zu haben. Die ruhigeren Sommermonate sind deshalb ideal, um sich alle Inhalte noch einmal genau anzuschauen. So sind bei Onlineshoppern beispielsweise Videos gern gesehen. Seien es Filme zur Funktionsweise, zum Aufbau und Setup oder auch nur das "Unboxing" - Verbraucher schätzen solche Zusatzinformationen.8. "Look und Feel" des Onlineshops prüfen
Aufgesetzt ist ein Onlineshop schnell - was Kunden mögen und was nicht, ergibt sich hingegen erst nach einiger Zeit. Während das "Look und Feel" nicht in Zeiten hoher Besucherzahlen geändert werden sollte, um Nutzer nicht zu verwirren, so bieten die Sommermonate genügend Zeit, Anpassungen vorzunehmen. Neue Farben, ein übersichtlicheres und moderneres Design und eine stets logische Navigation sind hier die ersten Ansatzpunkte.Sind diese Änderungen umgesetzt, machen Sie doch einen Beta-Test: Bitten Sie die daheim gebliebenen Kunden (mit einem Eisgutschein?), einen incentivierten Blick auf die renovierte Seite zu werfen und Feedback zu geben. Formular dafür nicht vergessen.

