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Overblog: Lasset die Kleinen zu mir kommen

27.06.2008 Wer mit Blogs richtig Geld verdienen will, für den ist eine eigene Vermarktung wichtig - Blog-Plattformen, die auch das Hosting übernehmen zielen eher auf semi-professionelle Blogger ab. Eine effiziente Werbemittel-Planung ist für den Top-Blogger wichtig.

 (Bild: basicthinking.de)
Bild: basicthinking.de
Wie iBuisness berichtete, kann ein Blogger in Deutschland rund 424 Euro pro Monat verdienen. Den Wert hat Blogger Robert Basic in einer nicht-repräsentativen Umfrage ermittelt. Nun zieht Mario Grobholz , der den französischen Dienst Overblog   in Deutschland etabliert hat, eine erste Bilanz der seit diesem Frühjahr laufenden Vermarktung. Die Plattform, die unter dem Dreiklang "Blog erstellen - Leser sammeln - Geld verdienen" versucht, neue Blogger für sich zu gewinnen, die bei dem kostenlosen Overblog auch an der geschalteten Werbung partizipieren können, hat längst nicht die Marktposition wie im Mutterland Frankreich erreicht. Dies hänge vor allem mit der unterschiedlichen Bedeutung von Blogs hierzulande und im westlichen Nachbarland zusammen, so Grobholz gegenüber Christiane Schulzki-Haddouti in einem auf dem Blog Kooptech veröffentlichten Interview  .


Grobholz nennt erste Zahlen für die auf Overblog veröffentlichenden deutschen Blogs. Der deutsche Markt stecke momentan in den Kinderschuhen. "Wir trauen ihm aber viel zu. In etwa zwei, drei Jahren könnte der Markt auch zu den europäischen Nachbarn aufschließen", so Grobholz gegenüber der Journalistin Schulzki-Haddouti . "Bei Overblog in Frankreich gibt es rund 30 Top-Blogger, die mehrere 1000 Euro im Monat verdienen", erklärt er das Einkommensgefälle zu den Nachbarn. "Diese haben aber auch etwa 30.000 bis 40.000 Visits am Tag. Eine solche Reichweite hat kein deutsches Blog. Aber wir glauben, dass wir das auch hier hinkriegen können. Außerdem gibt es in Frankreich eine große Gruppe von Bloggern, die jeweils mehrere hundert Euro pro Monat mit dem System von Overblog erzielen. Das ist die Messlatte, die wir auch in Deutschland setzen", ist Grobholz überzeugt. Damit skizziert er ähnliche Umsatzzahlen für die Blogs, wie sie Basic bereits errechnet hat. Derzeit sei Overblog in Deutschland Werbepartnerschaften mit 50 Blogs eingegangen.


Grobholz hält AdSense für "kein gutes Werbemittel für Blogs". Denn die erforderten Klicks führten weg vom Blog.
Auch Basic, der errechnete, dass 74 Prozent der von ihm befragten Blogger Google AdSense-Anzeigen   in ihre Blogs einbinden, sieht diese Form der Finanzierung ebenfalls kritisch. In seinem Effizienz-Ranking belegen AdSense-Anzeigen nur Platz vier der besten Werbemittel. Und Grobholz, beziehungsweise Overblog, setzt deshalb auf TKP-basierte Werbung. "Der Blogger erhält hierfür Werbeinventar von Overblog zur Verfügung gestellt und entscheidet selbst, wo die grafische Werbeform (Banner, Rectangle oder Skyscraper) eingeblendet wird. Bezahlt wird er pro Einblendung", erklärt er das Modell.


Allerdings wird auch deutlich, dass sich Overblog nicht als Vermarkter der Top-Blogger - im Sinne von Top-Verdiener - versteht, sondern eher als Dienstleister kleine Blogs an sich ziehen will: "Sobald ein Blogger einen TKP von mehr als 10 Euro erzielen kann, sollte er sich selbst einen eigenen Server einrichten. Aber die wenigen Blogger, die das in Deutschland schaffen, sind dann leider nicht mehr unsere Zielgruppe." Als Alternative bleibt Großverdienern und solchen, die es werden wollen, nur die eigene Vermarktung. Tipps zu den effizientesten Werbemitteln, hat iBusiness hier zusammengestellt.
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