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Video-Ads: Deutsche Videohoster sind bereits weiter als Youtube
22.08.2007 Youtube startet jetzt erste Tests mit Werbung in seinen Video-Clips. In Deutschland sind die einheimischen Video-Hoster wie Sevenload oder Clipfish - international nur als billige Copycats der US-Portale verschrien - dagegen bereits deutlich weiter. Hier läuft die Vermarktung der Werbung in Video-Clips bereits auf Hochtouren. Wenn auch die Deutschen eine etwas andere Form der Videowerbung vermarkten.
Die Werbung wird angezeigt, sobald ein Video-Clip um die 15 Sekunden gelaufen ist. Dann erscheint die Werbeeinblendung am unteren Bildrand des Videos und nimmt 20 Prozent des Fensters ein. Dieses Overlay wird dann zehn Sekunden lang angezeigt. Der Inhalt des Videoclips ist weiter zu sehen, da das Interstitial zu 80 Prozent transparent ist.
In Deutschland bieten die Video-Hoster übrigens schon länger Werbung in Online-Videoclips an. Der Kölner Dienstleister Sevenload etwa bietet Werbetreibenden an, vor oder nach einem Videoclip Bewegtbild-Werbung zu platzieren. Im Clip Schwarz Blond Braun im Video-Themenkanal Starstyle.TV etwa ist nach dem Videoclip ein so genanntes 'Post-Roll' von Ebay Deutschland zu sehen.
Bereits Ende April 2007 hatte Sevenload-Geschäftsführer Axel Schmiegelow gegenüber iBusiness angekündigt, das Video-Portal künftig über "ein neue Werbemodell" finanzieren zu wollen (iBusiness berichtete). Damals wurden gerade die Pläne von Youtube publik, künftig Werbung in Videoclips schalten zu lassen. Der deutsche Youtube-Klon hat das Vorhaben aber deutlich schneller umsetzen können als das US-amerikanische Vorbild: Bereits Anfang August startete Sevenload die Vermarktung von Werbung, die vor ('Pre-Roll') oder nach ('Post-Roll') dem eigentlichen Inhalt eines Videoclips zu sehen ist.
Das Kölner Video-Portal Clipfish bietet ebenfalls bereits Werbung in Videos an. Wie bei Sevenload können Werbetreibende auch hier Pre- und Post-Rolls buchen. Interstitials, wie es Youtube plant, sind damit auch bei der RTL-Tochter kein Thema. Ein zehnsekündiger Spot kostet Werbetreibende bei Clipfish übrigens laut Listenpreis des Vermarkters IP Deutschland einen TKP von 50 Euro. Zum Vergleich: Für einen SuperBanner müssen Werbetreibende 30 Euro zahlen, für einen Skyscraper 40 Euro.
