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Social Commerce: Dealjäger friert LetsBuyIt-Konzept wieder ein

von sr

27.02.2007 Das war wohl nix: Ende Januar hatte Social-Commerce-Platzhirsch Dealjäger mit großem Trommelwirbel das Web-1.0-Konzept von LetsBuyIt.com reanimiert. Jetzt ist bereits wieder Schluss mit dem Co-Shopping. Von einem Misserfolg will der Web-2.0-Dienstleister allerdings nichts wissen.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Es hätte eine der kuriosesten Web-2.0-Erfolgsstories werden können: Das Social-Commerce-Portal Dealjäger   unter dem Namen 'Treibjagd' ein Shopping-Konzept gestartet, mit dem schon Anbieter LetsBuyIt.com   während der New Economy für Schlagzeilen sorgte. Jede Woche konnten Kunden seit Ende Januar auf dem Social-Commerce-Portal ein Produkt in einer Käufergruppe zu einem besonders günstigen Preisen erwerben, wenn sich 100 Käufer für das entsprechende Angebot gefunden hatten.

Die erste Auktion verlief noch recht erfolgsversprechend: Bereits nach ein paar Stunden waren 100 Käufer für eine Fuji-Digitalkamera   gefunden. Die Kamera gab es für die Käufer dann für 160 Euro statt der marktüblichen 230 Euro. Doch bei den weiteren Co-Shopping-Auktion hat das Interesse der Käufer bereits spürbar nachgelassen. Für die letzte Auktion, den FM-Transmitter TuneCast II   hatte Dealjäger letztlich sogar die nötige Käuferzahl von 100 auf 50 Kunden heruntergeschraubt. Dennoch hatten am Ende nur 24 Kunden Interesse an dem Artikel.

Von einem Misserfolg will der Social-Commerce-Dienstleister aber nichts wissen. Wie Unternehmenssprecher Marlon Werkhausen gegenüber iBusiness erklärt, haben viele Kunden sogar verlangt, dass Dealjäger nicht wöchentlich, sondern täglich neue Co-Shopping-Deals anbietet. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, fehlen dem Unternehmen derzeit aber die Ressourcen. "Die Auswahl der Artikel für die Aktionen ist sehr aufwändig", argumentiert Werkhausen. Dealjäger will daher in den kommenden vier bis sechs Wochen ist das Konzept noch einmal gründlich überarbeiten. "Das Co-Shopping-Konzept ist also noch lange nicht begraben", erzählt Werkhausen. "Es liegt vorerst nur in der Tiefkühltruhe."
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