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Social Commerce: Deutsche Shopbetreiber überraschen mit neuen Konzepten
13.07.2007 Immer mehr deutsche Onlineshops verfolgen Social-, Live- und Impuls-Shopping-Ansätze. Dabei gibt es inzwischen nicht mehr nur Klone. Sondern auch eigenständige Ansätze, die über das hinausgehen, was beispielsweise in den USA auf dem Markt ist. Kein Wunder, dass hie und da wegen Erfolg die Expansion in die USA vorbereitet und sogar schon durchgeführt wird.
Vorbild von MakeMyDeal ist zwar der US-amerikanische Online-Shop Woot . Wie bei Woot gibt es auch bei MakeMyDeal jeden Tag ein neues Schnäppchen im Angebot. Allerdings unterscheidet sich das Business-Modell dennoch etwas von dem der andern deutschen Woot-Klone. So können Internetnutzer bei MakeMyDeal auch noch Aktionsangebote kaufen, die an einem früheren Tag im Sortiment waren. Dazu lässt der Shopbetreiber feilschen: Interessenten können einen Artikel entweder sofort zu einem festen Preis kaufen oder mit dem Händler über den Preis verhandeln. Ältere Produkte, die an den Vortagen nicht ausverkauft wurden und noch im Sortiment sind, gibt es aber nur zum Festpreis.
Erst Anfang August 2007 startet das schleswig-holsteinische Startup Emigo . Emigo will eine ASP-Plattform für Onlineshops betreiben, die sich von bisherigen Softwarekonzepten dadurch unterscheidet, dass sie als Widget aufgebaut ist. Per Stylesheets und Templates, die alle im Nutzungspreis enthalten sind kann per Point und Klick in Minutenschnelle ein bestehender Shop geändert werden - Chef Constantin von Braun hat das iBusiness gezeigt. Haupt-Alleinstellungsmerkmal der Plattform: Mit einer intelligenten Behandlung des API von Ebay ist es den Emigo-Entwicklern gelungen, einen Powerseller-Shop so aufzubohren, dass er nun - statt im grauenvollen Ebay-Listenformat - in dem Design erscheint, in dem auch der (bei Emigo gehostete) Onlineshop erstrahlt.
Doch von Braun hat weiter gehende Pläne: Die Widgets, die er seinen Shopbetreibern bereit stellen will, sollen von einer Shopbetreiber-Community weiterentwickelt, diskutiert und auch angeregt werden. Darüber soll eine (zunächst nationale, später internationale) Entwicklungsplattform entstehen, die der anvisierten Zielgruppe Software an die Hand gibt, die sie sich normal nicht leisten kann. Zielgruppe sind vor allem kleine Shopbetreiber. Der Preis der Lösung liegt bei rund 15 Euro Monatsbeitrag plus 1,5 Prozent des Umsatzes.
Bereits am Start in Deutschland ist die Social-Commerce-Plattform Yieeha.de . Das Online-Portal versteht sich als "Community für ausgefallene Produkte". Bei Yieeha können Internetnutzer besonders ausgefallene Produkte vorstellen. Die Plattform versucht dann, einen Onlineshop zu gewinnen, der eines dieser Produkte für eine Verlosung unter den Yieeha-Nutzern zur Verfügung stellt. Durch die Verlosungen sollen Shops auf ihr Angebot aufmerksam machen können.
Eine weitere Neuerung im deutschen Social Commerce kommt dagegen von einem bereits etablierten Anbieter. Der Web-2.0-Preisvergleichsdienst Dealjäger hat sein Angebot nun so erweitert, dass künftig auch Online-Shops selbst günstige Schnäppchen auf der Dealjäger-Plattform einstellen können. Bislang hatten ausschließlich Internetnutzer Schnäppchen-Angebote auf der Plattform einstellen und anderen Internetnutzern empfehlen können. Künftig können Händler auf der Dealjäger-Homepage fünf eigene Top-Angebote präsentieren und damit zur Jagd freigeben. Dealjäger-Nutzer versuchen dann diese mit noch günstigeren Angeboten zu unterbieten. Wenn ein Händler drei seiner fünf Angebote 48 Stunden lang gegen die Dealjäger-Gemeinschaft behauptet, wird sein Shop als "Dealjäger-geprüft" prämiert.
"Wir wollen bei unserem spielerischen Ansatz die Händler noch stärker einbeziehen", erklärt Sven Schmidt , Mitgründer von Dealjaeger. "Es gibt genügend Shops in Deutschland, die einzigartige Produkte zu tollen Preisen im Angebot haben. Diesen geben wir ab sofort die Chance, sich der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren."
