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Warum die Retourenquoten im Auslandsgeschäft niedriger sind

13.10.2020 Eine Studie zeigt, dass die Retourenquoten im Geschäft mit dem Ausland niedriger sind als in Deutschland.

 (Bild:  Kamyar Adl/Flickr)
Bild: Kamyar Adl/Flickr
Bild:  Kamyar Adl/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Aus einer Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK)   und des Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg  geht hervor, dass deutsche Onlinehändler eine durchschnittliche Retourenquote für Deutschland von über sechs Prozent angeben. Im Auslandsgeschäft beträgt die durchschnittliche Retourenquote 3,8 Prozent. Österreich, Niederlande, Schweiz, Großbritannien und Frankreich haben Retourenquoten zwischen 5,6 Prozent und 3,4 Prozent. Die restlichen Länder liegen bei 3 Prozent (USA) und 2,9 Prozent (China und Italien). Die Studie trifft keine Unterscheidung nach Branchen und dem Verkauf von B2C und B2B. Im Endkundengeschäft und im Handel mit Bekleidung sind isoliert betrachtet die Quoten etwas höher. Für den internationalen Gesamtvergleich bildet die Studie jedoch bewusst einen Durchschnittswert - über alle Warengruppen und Vertriebsformen - im Onlinehandel.

Andere Länder, andere Präferenzen beim Bezahlen. Daraus lässt sich schließen, dass die Zahlweise der online bestellten Ware Auswirkungen auf die Retourenquote hat. In Frankreich und Italien ist beispielsweise die "Bestellung auf Rechnung" völlig unbekannt. In Frankreich bezahlen Kunden ihre Einkäufe direkt per Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal. Viele französische Online-Händler versenden die Ware sogar erst nach Vorkasse. Weitere mögliche Erklärungen für niedrigere Quoten im Auslandsgeschäft deutscher Händler sind unter anderem, dass es in vielen europäischen Ländern nicht üblich ist, Produkte ohne weiteres zurückzuschicken oder dass es dort nicht üblich ist, Ware kostenlos zurückzusenden. Ganz anders verhält es sich in Deutschland - hier erwarten Kunden eine kostenlose Rückgabe. In den meisten untersuchten Ländern ist die Rücksendung generell kostenpflichtig zu Lasten des Kunden.
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