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Tipps für Shop-Betreiber: Wie der Shop-Gutschein auch tatsächlich gefunden wird

22.08.2012 Immer mehr Online-Shopper suchen vor einem Kauf gezielt nach Gutschein-Codes für den entsprechenden Shop. Dabei landen sie oft auf Affiliate-Plattformen. Die Onlineshops selber haben nur eine geringe Sichtbarkeit, wie eine Untersuchung belegt. Doch das lässt sich ändern. Eine Checkliste zur Optimierung.

Wer eine Suchanfrage wie "Name des Shops + gutschein" oder "Name des Shops + gutscheincode" stellt, findet sich dann aber oft auf Gutschein-Portalen wie Sparwelt  , Gutscheine.de   oder Gutscheinsammler   wieder. Diese erhalten die Gutscheincodes von bekannten Shops in der Regel über Affiliate-Netzwerke, an denen die Shops teilnehmen. Auch wenn es hierzu keine öffentlich zugänglichen Zahlen gibt, werden diese Suchanfragen wohl sehr gut konvertieren, da sie nahelegen, dass sich hier schon jemand zum Kauf entschlossen hat.

SEO-Experte Bloofusion    hat anhand von 25 bekannten Online-Shops überprüft, ob sich die Suchanfragen "Name des Shops + gutschein(code)" auch in den Suchvorschlägen von Google wiederfinden. Das Ergebnis spricht für sich: Bei allen geprüften Shops gab es entsprechende Suchvorschläge. Da die Suchvorschläge algorithmisch berechnet werden und auf dem Suchverhalten der Nutzer basieren, kann davon ausgegangen werden, dass hier ein typisches Nutzerverhalten vorliegt: Vor dem Kauf in einem Online-Shop wird noch geprüft, ob es auch einen entsprechenden Gutschein-Code gibt. Durch die Suchvorschläge werden aber auch Käufer, die eigentlich gar nicht über Gutschein-Codes nachgedacht haben, auf die Idee gebracht, nach solchen zu suchen. So erzeugt das Verhalten einiger weniger Käufer dank Googles Suchvorschlägen ein neues Muster.

Für die Suchanfragen "Name des Shops + gutschein(code)" hat Bloofusion auch geprüft, ob die Online-Shops selber in der Google Top 10 zu finden sind. Die Ergebnisse zeigen, dass Online-Shops hier nur wenig eigene Sichtbarkeit haben. "So ranken zum Beispiel nur ein Viertel der Online-Shops für den Suchbegriff 'Gutschein'. Für Gutscheincode' sind es sogar nur vier Prozent", erzählt Bloofusion-Chef Markus Hoevener . Grundsätzlich seien die Zahlen übrigens noch schlechter, weil es zwar einige Rankings für Online-Shops gab, aber es dort in der Regel keine Gutscheine zu finden waren. "Bei keinem der geprüften Online-Shops gab es eine eigene Seite mit Gutschein-Codes, die in der Top 10 der Google-Ergebnisse zu finden war", klagt Hövener.

Das Ergebnis ist ärgerlich, weil Shops Geld verschenken: Wenn Sie Gutscheincodes nicht direkt, sondern über Affiliates distribuieren, zahlen sie den SEO-affinen Wiederverkäufern eine Provision, die nicht nur die Marge drückt, sondern überdies auch nich sinnlos ist: Der Kunde hätte den Gutschein ja ohnehin eingegeben.

Hoevener rät, eine eigene Unterseite im Stil 'Meinshop.de/gutschein' bzw. 'Meinshop.de/gutscheincode' einzurichten. Seine Checkliste zu dieser Überlegung:
  1. Kostenersparnis:
    Wenn Kunden Shop-eigene Gutscheincodes verwenden, entfällt die Affiliate-Provision
  2. Bessere Nutzererfahrung
    Eine Gutscheinportale haben sehr schlechte Usability, sind inaktuell und schlicht hässlich - die Kundenverärgerung schlägt unter Umständen auf die eigene Marke zurück
  3. Bessere Steuerung der Nutzer:
    Auf der eigenen Seite können auch kurzfristige Aktionen kommunizieren, was über Affiliate-Portale aufgrund der Verzögerung nicht funktioniert
  4. Customer Journey:
    Die Zuordnung der Kanäle ist einfacher, wenn der Umweg über den Suchschlitz nicht die Attribution vernebelt
  5. Besseres SEO:
    Der eigene Shop überholt eher Affiliates und Preisvergleicher auf der Such-Ergebnisseite
  6. Bessere Gutschein-Argumentation:
    Gutscheine sind ein zweischneidiges Schwert. Man muss sie sauber verargumentieren, um nicht als Billigheimer dazustehen. So kann man auf der eigenen Seite eher Gutscheine für spezielle Produkte, Erstkunden, Firmengeburtstage o.ä. verargumentieren
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