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Businessmodelle gesucht: Medienunternehmer fürchten User-generated Content
08.05.2007 Egal ob Musiklabels, Filmstudios oder Zeitungsverlage: Der Großteil der Verantwortlichen in Medienunternehmen erwartet, dass nutzergenerierte Inhalte sowohl on- als auch offline die Medienlandschaft immer stärker prägen werden. Dringend sind sie auf der Suche nach einer Strategie, ihre klassischen Geschäftsmodelle durch neue zu ersetzen, um der Gefahr zu begegnen. Immerhin: Eines haben sie schon gefunden.
"Wir bemerken zur Zeit die ersten Grundzüge einer neuen Medienlandschaft, in der sich Zielgruppen auseinander dividieren und der einzelne Nutzer mehr Macht bekommt", erklärt Accenture-Mitarbeiter Gavin Mann . "Traditionelle Medienanbieter müssen nun neue Business-Modell entwickeln, um weiter vernünftig Geld zu verdienen."
Mehr als zwei Drittel der Befragten (70 Prozent) erwarten, dass das Angebot an nutzergenerierten Inhalten in allen Medien weiter stark zulegen wird. Von diesem Trend wollen die traditionellen Medienanbieter profitieren. So glauben zwei Drittel der befragten Manager aus Medienunternehmen (68 Prozent), dass ihr Unternehmen bereits in den kommenden drei Jahren mit nutzergenerierten Inhalten Geld verdienen wird. Die meisten gehen davon aus, dass sie durch Werbung in nutzergenerierten Inhalten Umsätze erwirtschaften werden.
| Welche Medienangebote das größte Wachstumspotenzial haben | |
|---|---|
| Content | Zahl der Befragten |
| Online-Video | 53 Prozent |
| Video-Spiele | 13 Prozent |
| Spielfilme | 11 Prozent |
| Musik | 11 Prozent |
Als wichtigste Medienform der Zukunft gelten laut der Studie Online-Videos: Jeder zweite Umfrageteilnehmer (53 Prozent) ist der Meinung, dass Onlinevideos das höchste Umsatzwachstumspotenzial für sein Unternehmen bergen.
Für die Studie hat Accenture 110 Senior Executives befragt, die bei Werbeagenturen, Plattenfirmen, Filmstudios, Verlagen oder Radiosendern arbeiten. Rund 60 Prozent der Befragten stammen aus Nordamerika, 40 Prozent aus Europa (Österreich, Belgien, Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Schweiz und UK).
