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Businessmodelle gesucht: Medienunternehmer fürchten User-generated Content

von sr

08.05.2007 Egal ob Musiklabels, Filmstudios oder Zeitungsverlage: Der Großteil der Verantwortlichen in Medienunternehmen erwartet, dass nutzergenerierte Inhalte sowohl on- als auch offline die Medienlandschaft immer stärker prägen werden. Dringend sind sie auf der Suche nach einer Strategie, ihre klassischen Geschäftsmodelle durch neue zu ersetzen, um der Gefahr zu begegnen. Immerhin: Eines haben sie schon gefunden.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Das Web 2.0 führt bei den Machern der internationalen Medienindustrie zu einem Umdenken, wie eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Accenture   zeigt. Demnach sehen die Verantwortlichen in Medienunternehmen in nutzergenerierten Inhalten eine große Gefahr für ihr Geschäft: Mehr als die Hälfte aller befragten Medienmacher (57 Prozent) ist der Meinung, dass neue Business-Modelle von Nöten sind, um nicht langfristig Publikum an Anbieter mit nutzergenerierten Inhalten zu verlieren.

"Wir bemerken zur Zeit die ersten Grundzüge einer neuen Medienlandschaft, in der sich Zielgruppen auseinander dividieren und der einzelne Nutzer mehr Macht bekommt", erklärt Accenture-Mitarbeiter Gavin Mann . "Traditionelle Medienanbieter müssen nun neue Business-Modell entwickeln, um weiter vernünftig Geld zu verdienen."
Mehr als zwei Drittel der Befragten (70 Prozent) erwarten, dass das Angebot an nutzergenerierten Inhalten in allen Medien weiter stark zulegen wird. Von diesem Trend wollen die traditionellen Medienanbieter profitieren. So glauben zwei Drittel der befragten Manager aus Medienunternehmen (68 Prozent), dass ihr Unternehmen bereits in den kommenden drei Jahren mit nutzergenerierten Inhalten Geld verdienen wird. Die meisten gehen davon aus, dass sie durch Werbung in nutzergenerierten Inhalten Umsätze erwirtschaften werden.





Welche Medienangebote das größte Wachstumspotenzial haben
ContentZahl der Befragten
Online-Video53 Prozent
Video-Spiele13 Prozent
Spielfilme11 Prozent
Musik11 Prozent
Quelle: Accenture

Als wichtigste Medienform der Zukunft gelten laut der Studie Online-Videos: Jeder zweite Umfrageteilnehmer (53 Prozent) ist der Meinung, dass Onlinevideos das höchste Umsatzwachstumspotenzial für sein Unternehmen bergen.

Für die Studie hat Accenture 110 Senior Executives befragt, die bei Werbeagenturen, Plattenfirmen, Filmstudios, Verlagen oder Radiosendern arbeiten. Rund 60 Prozent der Befragten stammen aus Nordamerika, 40 Prozent aus Europa (Österreich, Belgien, Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Schweiz und UK).

Thema: Businessmodelle gesucht: Medienunternehmer fürchten User-generated Content

Kommentar von sr

Auch Nutzer müssen profitieren

Online-Videos, Leserberichte, Produktbewertungen: In den kommenden Jahren werden klassische Medien ihr Angebot zunehmend nutzergenerierten Inhalten öffnen. Doch ohne wasserdichtes Business-Modell droht schnell Ernüchterung.

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 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
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