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IFA-Trend: Mobilgeräte verändern den Markt für Unterhaltungselektronik

02.09.2014 Der Umsatzrückgang für klassische Unterhaltungselektronik schwächt sich zur IFA ab, gleichzeitig brechen Smartphones und Tablet Computer alle Verkaufsrekorde. Laut Zahlen des EITO   werden 2014 voraussichtlich 24 Millionen Smartphones und 9,2 Millionen Tablet-Computer abgesetzt. 2013 waren es noch rund 22,6 Millionen (plus sechs Prozent für Smartphones), beziehungsweise acht Millionen (plus 15 Prozent für Tablet Computer).

Der Umsatz mit Smartphones beträgt 2014 voraussichtlich 8,7 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 6 Prozent gegenüber 8,2 Milliarden im Jahr davor. Mit Tablet Computern werden 2014 voraussichtlich 2,5 Milliarden Euro umgesetzt. Im vergangenen Jahr waren es 2,4 Milliarden Euro, was einem Plus von fünf Prozent entspricht.

Dies hat laut Bitkom   Auswirkungen auf den Markt für klassische Unterhaltungselektronik. Im ersten Halbjahr 2014 entfielen bereits mehr als drei Viertel (79 Prozent) der Umsätze mit Fernsehern auf sogenannte Smart-TVs mit Internetanschluss. Bei Blu-ray-Playern beträgt der Anteil vernetzbarer Geräte 93 Prozent, bei Digitalkameras 39 Prozent. Laut GfK werden dieses Jahr in Deutschland voraussichtlich 10,58 Milliarden Euro mit klassischer Unterhaltungselektronik umgesetzt, ein leichter Rückgang um 1,5 Prozent.

Fast alle Consumer Electronics sind internetfähig

Mit 43 Prozent haben Fernseher den größten Anteil am Gesamtumsatz mit klassischer Unterhaltungselektronik. Mobile und stationäre Audiogeräte stehen zusammen für 14 Prozent Umsatzanteil, Digitalkameras kommen auf 12 Prozent, Spielkonsolen auf sieben Prozent und Blu-ray-Player auf zwei Prozent. Sonstige Geräte wie Camcorder, DVD-Player oder Set-Top-Boxen machen 22 Prozent am Gesamtumsatz aus. Werden zudem IT-Produkte wie Smartphones, Tablet Computer und Laptops hinzu addiert, machen internetfähige Geräte im erweiterten Kreis der Consumer Electronics insgesamt 80 Prozent aller Umsätze aus. Ergebnis: Der Trend zu Mobilgeräten lässt die Grenzen zwischen IT-Geräten und Unterhaltungselektronik immer mehr verschwimmen.

Bei den vernetzten Geräten sind Wearables der nächste große Trend. Verbraucher interessieren sich zunehmend für solche intelligenten Geräte, die am Körper getragen werden - zum Beispiel für intelligente Brillen. Fast jeder Dritte ab 14 Jahren (31 Prozent) in Deutschland kann sich vorstellen, eine smarte Brille wie Google Glass zu nutzen. Das entspricht 22 Millionen Bundesbürgern. Vor einem Jahr war es erst jeder Fünfte (20 Prozent).

Bei den Smartwatches ist der Anteil noch höher. Fast zwei von fünf Personen (38 Prozent) ab 14 Jahren würden unter bestimmten Voraussetzungen solch ein Gerät kaufen. Dies entspricht rund 27 Millionen Bundesbürgern. Unter Smartwatches werden Armbanduhren verstanden, die mit einem Display ausgestattet sind und direkt oder indirekt mit dem Internet verbunden werden können. Im Jahr 2013 interessierten sich erst 31 Prozent dafür.
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