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Mobile Payment: Zwei Drittel wollen es auch in Zukunft nicht nutzen

29.07.2016 Deutsche Verbraucher bleiben skeptisch, wenn es um mobiles Bezahlen geht. So wollen 66 Prozent der Deutschen auch in Zukunft auf Smartphone-Nutzung an der Kasse verzichten. Das ist eine der Erkenntnisse aus einer repräsentativen Befragung der ING-Diba  , bei der Konsumenten in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA zum Thema Mobile Banking und zu ihren Zahlungsgewohnheiten befragt wurden.

 (Bild: GS1 Germany GmbH)
Bild: GS1 Germany GmbH
Lediglich 31 Prozent der hierzulande Befragten gaben in der Studie   an, dass ihre Bargeldnutzung in den vergangenen zwölf Monaten abgenommen hat. Einen niedrigeren Wert gab es mit 28 Prozent nur in Österreich. Zum Vergleich: Durchschnittlich 53 Prozent der europäischen Verbraucher nutzen weniger Bargeld als noch ein Jahr zuvor. Spitzenreiter sind hier Italien und die Türkei, wo rund zwei Drittel der Befragten angaben, ihre Bargeldnutzung während des vergangenen Jahres verringert zu haben.

Nur 34 Prozent der Deutschen erwarten, in Zukunft verstärkt ihr Smartphone für Zahlungen zu verwenden - der europäische Durchschnitt liegt hier bei 52 Prozent. Auch haben 68 Prozent Sicherheitsbedenken gegen die Nutzung kontaktloser Zahlungen; europaweit sind dies lediglich 54 Prozent.

	Entwicklung der Bargeldnutzung im europäischen Vergleich 2016
Entwicklung der Bargeldnutzung im europäischen Vergleich 2016 (Grafik: ING International Survey) Quelle:  https://www.ing-diba.de/pdf/ueber-uns/presse/publikationen/ing-diba-economic-research-iis-mobile-banking-2016-260716.pdf
Digitale Währungen wie Bitcoins halten Deutsche für keinen nachhaltigen Trend bei Online-Zahlungen. Während nur 23 Prozent der hierzulande Befragten bei digitalen Währungen Potenzial für den Zahlungsverkehr der Zukunft erkennen, sind es europaweit gut ein Drittel.

Aufgeschlossen beim Banking, vorsichtig beim Bezahlen

Bei der Nutzung mobiler Bankdienstleistungen liegen die Deutschen hingegen im europäischen Mittelfeld. So gaben 51 Prozent der Besitzer von Smartphones oder Tablets an, Mobile-Banking-Angebote zu nutzen (2015: 47 Prozent). Von diesen wiederum stellten 65 Prozent fest, dass sie durch Mobile Banking ihre Finanzen besser verwalten können - zum Beispiel, indem sie Einnahmen und Ausgaben besser kontrollieren, Rechnungen pünktlich bezahlen oder Kontoüberziehungen vermeiden.

Vorteile und Nachteile von Mobile Banking aus Nutzersicht
Vorteile und Nachteile von Mobile Banking aus Nutzersicht (Grafik: ING International Survey) Quelle: https://www.ing-diba.de/pdf/ueber-uns/presse/publikationen/ing-diba-economic-research-iis-mobile-banking-2016-260716.pdf
Eine App zur Durchführung von Zahlungen haben 29 Prozent der Besitzer von Smartphones oder Tablets in Deutschland schon einmal verwendet - aber nur 16 Prozent sind sich sicher, eine solche App auch in den kommenden zwölf Monaten zu nutzen; weitere 24 Prozent halten es für wahrscheinlich. Zum Vergleich: Europaweit haben 40 Prozent schon einmal eine solche App eingesetzt und insgesamt 56 Prozent werden dies sicher oder wahrscheinlich im nächsten Jahr wieder tun. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie solch einer App am meisten vertrauen würden, wenn diese von ihrer Hausbank angeboten wird - 11 Prozent nannten IT-Unternehmen wie Google oder Apple und nur 5 Prozent soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter.

Dem Einkaufen von unterwegs sind die Deutschen ebenfalls nicht abgeneigt. 59Prozent der Nutzer von Smartphones oder Tablets haben in den letzten zwölf Monaten mindestens einen Kauf über ihr Mobilgerät getätigt. Beliebt sind dabei vor allem Kleidung und Elektronik. Auch Spiele und Musik wurden häufig genannt. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei vor allem um Downloads handelt, die direkt auf das jeweilige Mobilgerät vorgenommen wurden - die Alternative eines Offline-Kaufs im Laden stünde hier also gar nicht zur Auswahl, im Gegensatz beispielsweise zu klassischen Tonträgern und Brettspielen.
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