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Vertical Commerce: Holtzbrinck will Preisvergleichsdienste per Web 2.0 erweitern
16.04.2007 Nach der Übernahme von StudiVZ, zahlreichen Portal-Beteiligungen und dem StartUp-Finanzierungsprogramm 'Fast Forward' startet Holtzbrinck mit seiner Neugründung Vertical Commerce auf den ersten Blick Online-Preisvergleichsdienste auf Web-2.0-Basis. Auf den zweiten Blick unterscheiden sie sich aber doch deutlich von gängigen Business-Modellen.
Das Besondere an den Plattformen: Neben den Produktinformationen von Vertical Commerce und den nutzergenerierten Inhalten sind bei den jeweiligen Artikeln auch gleich Online-Händler gelistet, bei denen es das entsprechende Produkt zu kaufen ist. Das Angebot erinnert etwas an klassische Online-Preisvergleichsdienste, die um Web-2.0-Features erweitert wurden.
Geschäftsführer Christian Strasheim sieht aber einen deutlichen Unterschied zu gängigen Preisvergleichsdiensten: "Wir wollen potenzielle Kunden in erster Linie bei der Produktentscheidung und nicht bei der Wahl des günstigsten Anbieters unterstützen." Seine Argumentation: Wer einen Preisvergleich nutzt, weiß bereits, welches Produkt er kaufen will. Vertical Commerce will aber vielmehr Internetnutzer bei der Suche nach dem für sie besten Produkt beraten.
Um auf den Plattformen vertreten zu sein, müssen sich interessierte Händler dafür online anmelden . Teilnahmebedingungen sind: Impressum und ABGs enthalten alle wesentlichen Angaben und entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zudem müssen Shop-Betreiber mindestens zwei Zahlungsmethoden anbieten und die gesetzlichen Vorschriften zum Datenschutz erfüllen.
Für Shop-Betreiber fallen keine Basisgebühren an. Das Business-Modell von Vertical Commerce basiert auf Performance: Händler zahlen erst dann eine Gebühr, wenn ein Kunde den Link zu Ihrem Shop anklickt. Pro Klick verlangt Vertical Commerce dann eine Pauschale von 29 Cent, für Shops aus dem Elektronik-Bereich werden nur 19 Cent fällig.
Die ersten Web-2.0-Plattformen starten voraussichtlich im Juni. Vertical Commerce hat nach eigenen Angaben bereits eine zweistellige Zahl an Händler für ihr Programm gewinnen können. Um eine kritische Masse an Internetnutzer für die Web-2.0-Plattformen zu gewinnen, will das Unternehmen sein Angebot über Suchmaschinen-Marketing bewerben.
Holtzbrinck eLab ist Mehrheitsgesellschafter von Vertical Commerce. Bei dem Unternehmen sind derzeit fünf Mitarbeiter beschäftigt.
