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Reichweite: Ag.ma überführt Internet Facts
27.11.2008 Reichweite ist zur Zeit die wichtigste Kenngröße, wenn es um die Verteilung von Media-Budgets geht. Bisher kam es immer wieder zu Querelen zwischen AGOF und Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V., weil sich Onlinewerber und Printwerbung nicht auf eine einheitliche Reichweitenmessung einigen konnten. Das haben sie nun getan.
Allerdings begrüßt nicht jeder die Beilegung die Einigung: Dr. Konstantin Korosides , Leiter Corporate Communications bei H2 media factory und die Netzwelt.de merken an, dass sich reine Onlineangebote nicht mehr in den ag.ma-Gremien vertreten fühlen. Korosides verweist darauf, dass die Gattungen Zeitschriften und Tageszeitungen innerhalb des ag.ma-Arbeitsausschusses zusammen höhere Stimmrechtsanteile haben, als die Onlineanbieter. Zudem befürchtet er, dass Verlagshäuser wie Gruner+Jahr oder Springer , die über alle Mediengattungen hinweg Vertreter in das Gremium entsenden, den reinen Onlineangeboten das Leben schwer machen könnten. "Wir befürchten, dass künftig die Größten am Markt ihre crossmedialen Ziele zu Lasten der Kleineren im Werbemarkt durchboxen. Schon jetzt werben manche Zeitungen, die kaum über 500.000 Exemplare im Printmarkt verkaufen, damit, angeblich eine Bruttoreichweite von 5 Millionen Kontakten zu haben", argumentiert Korosides.
Die Inflationierung der ag.ma-Reichweitenwerte, besonders für große alte Printmedien, werde seit Jahren kritisch diskutiert - "geändert hat sich nichts an den bunten Printreichweiten-Luftballons", zeigt er sich verärgert. "Unsere Sorge ist, dass nun auch eine Verwässerung der harten Reichweitenwährung AGOF innerhalb der ag.ma stattfindet, die vor allem den Größten hilft, nicht aber denen, die nicht mit crossmedialen Reichweiten werben können." Bisher werden die Online-Reichweiten allein von der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung erhoben und mit den 'internet facts' vierteljährlich ausgewiesen.
