Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Wie aussagekräftig Googles Marktforschungstools wirklich sind

06.02.2009 Mehrmals im Jahr bringt Google neue Tools und Anwendungen für die Onlinemarktforschung und Vermarktung auf den Markt. Alle natürlich kostenlos. Aber wie zuverlässig sind die Ergebnisse aus Google Adplanner und Co.? iBusiness hat einem Ranking der 40 populärsten Webseiten auf AdPlanner-Grundlage die AGOF-Zahlen gegenübergestellt.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Wem können Werbungtreibende im Internet mehr trauen, den etablierten und anerkannten Reichweitenmessungen der AGOF   oder Googles Vermarktungs-Tool AdPlanner  ? Was wie der Kampf zweier Anbieter aussieht, ist in Wirklichkeit eine Systemfrage. Das Medienportal Meedia   hat aktuell auf der Grundlage der AdPlanner-Daten ein Ranking   der 40 populärsten Webseiten in Deutschland erstellt. iBusiness hat die ersten 20 Platzierungen einmal mit den aktuell verfügbaren Reichweitenzahlen der AGOF verglichen.

Unique Visitors in Mio.
Google AdPlannerAGOF
Ebay.de21,00k.A.
Wikipedia.org18,00k.A.
Mozilla.com17,00k.A.
Amazon.de16,00k.A.
Web.de15,0012,80
Yahoo.com13,0011,13
Gmx.net9,908,70
Microsoft.com9,10k.A.
SchülerVZ.net9,004,42
ICQ.com8,30k.A.
Chip.de8,205,26
T-Online.de8,1014,39
Iive.com8,10k.A.
StudiVZ.net7,405,41
MSN.com7,4010,75
MyVideo.de7,407,35
Wer-kennt-wen.de6,204,56
Quelle.de6,20k.A.
1und1.de6,10k.A.
Ciao.de6,1k.A.k.A.

Dieser Vergleich zeigt zunächst einmal das große Manko der AGOF bei der Erfassung der Reichweiten deutscher Onlineangebote. Die AGOF wertet nur die Webseiten ihrer Mitglieder und Lizenznehmer aus. "Derzeit hat die AGOF 17 Mitglieder und 41 Lizenznehmer. In der aktuellen Welle der internet facts 2008-III werden übrigens 528 Online-Werbeträger auf Angebotsbasis und 2.498 Belegungseinheiten ausgewiesen", erklärt AGOF-Sprecherin Nadja Elias . Deshalb sind für viele Webangebote des Rankings keine AGOF-Zahlen verfügbar. Einige große Player des Onlinemarktes sind in der AGOF nicht vertreten. "Die internetfacts der AGOF sind im deutschen Markt natürlich die relevante Leitwährung für die Mediaplaner und decken erfreulicher Weise fast alle werberelevanten Angebote ab. Allerdings verspüren wir eine verstärkte Nachfrage nach ergänzenden Daten, die das Online-Universum vervollständigen können", erklärt Thomas Knauer , Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens nurago  .

Thomas Duhr , Vorstandsvorsitzender AGOF reklamiert für seine Messungen im Gespräch mit iBusiness die größere Unabhängigkeit und Transparenz. "Allerdings setzen grundsätzliche Mediaplanungsstandards wie Unabhängigkeit und Transparenz von den Marktpartnern vom Werbeträger bis zum Werbetreibenden im Konsens definierte Methoden- und Qualitätsstandards sowie einen Währungscharakter voraus - und dies nicht nur in Deutschland. Keines dieser Kriterien trifft nun wirklich auf den Google Ad Planner zu. Insofern sieht die AGOF in diesem Tool keine glaubwürdige Konkurrenz zu Top 1.0 und den internet facts", erklärt er

 (Bild: iBusiness.de)
Bild: iBusiness.de

Googles AdPlanner ist in der Breite der ausgewerteten Webangebote dagegen weniger limitiert. "Googles Planungswerkzeug funktioniert anders als die AGOF Zählung: Hier können Daten für fast alle Angebote abgerufen werden und nicht nur für teilnehmende Vermarkter", hebt Dr. Benedikt Köhler , Director Digital Strategy & Research, bei der Social-Media-Agentur Ethority   , im Blog Viralmythen   hervor. Allerdings hüllt sich Google in Schweigen, wenn es um die Offenlegung der Datenbasis geht. Laut Jan Kutschera , Geschäftsführender Gesellschafter des Marktforschers TRG The Reach Group  , sei die Voraussetzung, "dass man mit Google Analytics Daten erfasst und die Datenfreigabe in Analytics freigegeben hat", schreibt er in seinem Blog  .

Auch Thomas Knauer sieht das Problem des AdPlanner vor allem darin, dass der Nutzer nicht weiß, auf welche Datenbasis das Tool zugreift und wie valide diese Daten somit überhaupt sein können. "Google hat sich bei dem Start des Dienstes leider nicht so detailliert dazu geäußert, wie es sich ein Marketer wünschen würde". Auf Nachfrage von iBusiness hat Google zumindest einige der Quellen offen gelegt. Der AdPlanner greift laut Aussage von Oliver Klug , Unternehmenssprecher für Google Deutschland auf folgende Quellen zu:

  1. aggregierte Google-Search-Daten
  2. Google Analytics-Daten
  3. externe Consumer-Panel-Daten
  4. Daten von externen Marktforschungsunternehmen

Jan Kutschera rät Agenturen daher nach wie vor nur ihren eigenen Daten zu trauen und Conversion Rates und Auslieferungen selber zu tracken. "Das ist nach wie vor der große Vorteil der Agenturen. Die Erfahrungswerte mit den realen Zahle und eben der möglichen Conversion. Was interessiert mich ein Portal, das sechs Millionen Unique Users hat, wenn ich bei einem Webportal mit 40.000 Unique Usern am Ende des Tages mehr verkauft habe?" Zudem sei er "froh um jeden weiteren Anbieter von Reichweiten-Daten", gibt er gegenüber iBusiness zu.
Thema: Wie aussagekräftig Googles Marktforschungstools wirklich sind

Kommentar von Olaf Groß

AGOF vs. Google: Ein Glaubenskrieg

Ob sich ein Marketer auf die Reichweitendaten der AGOF oder von Alternativanbietern verlässt, ist eine Glaubensfrage. Allerdings hat die AGOF einen entscheidenden Vorteil. Sie ist die allgemeingültige Währung im Onlinebusiness.

Weiterlesen
 (Fotoatelier Koch)
Bild: Fotoatelier Koch
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: