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Die Zukunft von mobilen Ads heißt Couch-Advertising
14.11.2012 Mobile Advertising wird erwachsen, im Guten wie im Schlechten. Es wird reifer und besser werden - und deutlich komplizierter.
Der Mobile-Advertising-Markt wird nun langsam erwachsen: euphorische Studien werden hinterfragt, die Anzahl der mobilen Ads steigt, der Kampf um die Aufmerksamkeit des Kunden wird schwieriger und komplizierter. Und ganz klar wird es auch enger: Je mehr Menschen ein Smartphone besitzen, desto attraktiver wird der Markt für die breite Masse der Advertiser. Und je mehr Marktteilnehmer sich um den Mobile-Werbekuchen streiten, desto weniger bleibt für alle übrig.
Mobile Advertising wird eine Zukunft haben: als Werbemittel für mobile Güter wie Games, Apps, Tickets oder Musik. Und auf mobilen Endgeräten, die in entspannten Lean-Back-Situationen genutzt werden. Mehrheitlich bedeutet das: daheim, im WLAN, auf einem Tablet - das Szenario des Couch-Commerce, wie der Mobile-Commerce eigentlich heißen müsste.
Denn Mobile Advertising ist im Kern ein fehlgeleiteter Begriff - es geht nicht um die Frage ob ein Nutzer mobil surft oder nicht - auch nicht wirklich darum, ob er das auf einem Smartphone oder Tablet oder PC tut. Sondern es geht um Nutzungssituationen, Relevanz und um Displaygrößen. Das Endgerät ist im Grunde egal und wird immer egaler, je mehr Mobile und Stationär verschmelzen. Ich muss wissen, wen ich wie neugierig mache - und vielleicht noch, wie groß die Anzeige ist, um gut zur Displaygröße zu passen.
Das bedeutet aber auch: Ich brauche keine Mobilvermarkter sondern einfach nur Vermarkter. Man braucht keine Mobilkampagne, sondern eine Kampagne. Der Markt wird sich dahingehend bereinigen.

