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Erste Rückzüge aus Second Life
18.07.2007 Immer mehr Firmen schließen ihre Präsenz in Second Life. Vor allem US-Markenartikler ziehen sich zurück. Die Deutschen halten Linden Lab noch die virtuelle Stange.
"Unternehmen, die ihre Präsenz geschlossen haben, müssen sich fragen, ob ihr Atem lang genug war und was sie bei ihrem Auftritt falsch gemacht haben könnten", greift Christoph Ringwald , Sprecher des Internetdienstleisters Pixelpark , im Gespräch mit PTE die Flüchtigen an.
Während sich bei einigen US-Unternehmen Resignation über Second Life breit macht, zeigen deutsche Unternehmen Zufriedenheit mit ihrem Engagement: "Momentan bestehen keine Pläne, sich aus SL zurückzuziehen", so Oliver Brüggen, Sprecher von Adidas . Man sei zufrieden, Pläne für eine Erweiterung gebe es derzeit jedoch auch nicht, heißt es bei dem Sportartikelhersteller. Seit der Inseleröffnung im September 2006 verkaufte Adidas monatlich 2.700 Schuhpaare im Second-Life-Shop und verzeichnete im Schnitt 9.000 Besucher.
Auch DaimlerChrysler will weiterhin mit seiner Marke Mercedes Benz vertreten bleiben. "Wir sind sehr zufrieden mit den Besucherzahlen. Das Ziel unseres Auftritts in Second Life ist, in direkten Dialog mit der Zielgruppe zu treten", betont Sprecherin Susanne Klauser gegenüber PTE.
Second Life habe innerhalb eines Jahres eine rasante Entwicklung durchgemacht. "Vom nahezu völlig Unbekannten erlebte Second LIfe vor wenigen Monaten noch einen Hype mit positiver Berichterstattung. In jüngster Zeit überwiegt eine negative Wahrnehmung verbunden durch entsprechende Berichterstattung. Diese Phasen werden normalerweise in größeren Zyklen durchlaufen", verteidigt Ringwald das System. Wenn ein Unternehmen Interesse hat, an dieser Entwicklung teilzunehmen, müsse es mit Second Life durch diese Phasen gehen.
Die Bevölkerung in SL schrumpft indes, während andere virtuelle Welten Zulauf erhalten. Im Juni sind die aktiven Nutzerzahlen um 2,5 Prozent zurückgegangen. Von den acht Mio. Registrierten halten sich zu Spitzenzeiten 30.000 bis 40.000 Avatare gleichzeitig auf.
Die Unternehmen folgen der virtuellen Völkerwanderung. IBM ist bereits in Entropia Universe und There aktiv. Entropia Universe wird vom schwedischen 3D-Spezialisten Mindark betrieben hat 580.000, There eine Million Nutzer.
