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Social Media: Der gläserne Bewerber

24.06.2009 Der Background-Check eines Bewerbers ist in Deutschland eher die Ausnahme, als die Regel. Doch zeigt ein Fall in den USA, wohin die Reise gehen kann. Wo der Nutzer den gläsernen Werbekunden fürchtet, macht er sich durch Twitter und Facebook genauso durchsichtig.

 (Bild: SXC.hu/Jamez Picard)
Bild: SXC.hu/Jamez Picard
Bei Bewerbern für einen Job in der Stadtverwaltung von Bozeman im US-Bundesstaat Montana ist der Background-Check im Social Web besonders gründlich. Die Bewerber müssen auf einem Formular   "alle gegenwärtigen persönlichen oder geschäftlich genutzten Websites oder Mitgliedschaften bei Internet-basierten Chatrooms, sozialen Clubs oder Foren" auflisten, in denen sie registriert sind. Doch damit nicht genug: Zudem müssen die Bewerber ihre Benutzernamen und Passwörter gleich mitangeben.

In Deutschland wird der Bewerber-Check in Facebook  , Twitter   oder Youtube   bisher nur von wenigen Unternehmen durchgeführt. Dennoch hat sich in diesem Umfeld - mittlerweile eine eigene kleine Marktnische gebildet. Personensuchmaschinen wie Yasni   oder 123people  , aggregieren Webinhalte zu Personennamen auf einer Webseite und erstellen somit gleichsam ein Dossier über die Internetaktivitäten eines Nutzers.

Dr. Christian Göttsch , Geschäftsführer des Karriereportals Experteer   kennt das Problem: "Online-Recruiting befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen der Transparenz des Medium Internet und der Vertraulichkeit, die im Bewerbungsprozess benötigt wird". Generell entscheide der Bewerber, welche Informationen er preisgeben möchte und welche nicht, so Göttsch gegenüber iBusiness.

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