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Stern: "Befinden uns noch in einer Amateurphase des Online-Journalismus"
14.09.2007 Dank boomender Web-2.0-Dienste wie Blogs und Video-Portalen gewinnen zwar Online-Redaktionen bei Nachwuchsjournalisten an Attraktivität. Allerdings beklagen viele führende Online-Journalisten aktuell noch die mangelnde Qualität von redaktionellen Beiträgen im Web, wie eine Branchen-Veranstaltung zeigt.
Online-Journalismus gebracht. Zu diesem Fazit kommen die Referenten des Berliner Media Coffee , den die dpa -Tochter News Aktuell veranstaltete. Knapp 150 Pressesprecher, PR-Fachleute und Journalisten diskutierten über das Thema 'Printmedien im Wandel'.
Die Teilnehmer der Veranstaltung stellten übereinstimmend fest, dass aus ihrer Sicht der Durchbruch des Online-Journalismus in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten sei. "Wir sind immer noch in einer Phase, in der vieles ausprobiert werden muss", argumentiert etwa Journalist und Blogger Stefan Niggemeier , der erst in diesem Jahr für seinen gleichnamigen Weblog mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Niggemeier ist insbesondere enttäuscht von der seiner Einschätzung nach bislang "wenig qualitativen Entwicklung des Video-Journalismus im Internet".
Ähnlich argumentiert Frank Thomsen , Chefredakteur von Stern.de . "Wir sind momentan noch in einer Versuchsphase, einer Amateurphase im Online-Journalismus." Trotzdem beurteilte er die Zukunft des
Journalismus im Internet als außerordentlich positiv: "Wir werden in den nächsten Jahren eine dramatische Professionalisierung im Online-Journalismus haben".
Dass bereits heute Online-Redaktionen beim Journalistennachwuchs zunehmend als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen werden, bemerkt schon jetzt Holger Stark , Leiter des Spiegel -Büros in Berlin: "Es kommt heute vor, dass Angebote, in die Printredaktion zu wechseln, abgelehnt werden."
